Herzlichen Glückwunsch: Magnus Carlsen feiert Geburtstag!

Foto: Lennart Ootes

Heute, am 30. November 2019, feiert Schachweltmeister Magnus Carlsen 29. Geburtstag! Großmeister wurde er 2004, im Alter von 13, im Januar 2010 war er erstmals die Nummer 1 der Welt, seit Juli 2011 liegt er ununterbrochen auf Platz 1 der Weltrangliste und kein Spieler hat je eine höhere Elo-Zahl (2882 im Mai 2014) erzielt als Carlsen. Im Moment liegt der Weltmeister mit 2870 Punkten unangefochten weiter auf Platz 1 der Weltrangliste, 48 Punkte vor Fabiano Caruana, der Nummer 2 der Welt, und seit dem 31. Juli 2018 hat Carlsen keine Partie mit klassischer Bedenkzeit mehr verloren – 103 in Folge, die meisten davon gegen absolute Spitzenspieler, eine verblüffende Leistung. Und bei weitem nicht Carlsens einzige. Im Laufe seiner bereits langen und doch noch jungen Karriere hat das Geburtstagskind zahlreiche wunderbare Partien gespielt und das Schach enorm bereichert und beschenkt. weiterlesen

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Carlsen kann auch kreativ

Manchmal kann Magnus Carlsen (Foto: © Lennart Ootes) einem fast Leid tun. Im Juni 2010 war der 1990 geborene Norweger erstmals die Nummer eins der Schachwelt, als jüngster Spieler aller Zeiten. Seit Juli 2011 führt Carlsen die Weltrangliste ohne Unterbrechung an, 2013 wurde er Weltmeister, seitdem hat er den Titel zwei Mal verteidigt. Aber Kritiker finden immer wieder ein Haar in der Suppe. Weiterlesen…

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Partie des Monats: Juli 2016

teaserIn der Weltrangliste vom 1. Juli 2016 lag Magnus Carlsen 43 Elo-Punkte vor Vladimir Kramnik, der Nummer zwei der Welt. Beim Grand Slam Masters, das vom 13. bis 23. Juli in Bilbao stattfand, zeigte Carlsen, warum er mit Abstand die klare Nummer eins der Welt ist. Außer Carlsen gingen Sergey Karjakin, Hikaru Nakamura, Anish Giri, Wesley So und Wei Yi in Bilbao an den Start. Karjakin spielt im November gegen Carlsen um die Weltmeisterschaft, den vier anderen traut man durchaus zu, irgendwann einmal um die Weltmeisterschaft zu spielen. Zehn Runden standen in Bilbao auf dem Programm, Jeder spielte zwei Mal gegen Jeden. Carlsen startete mit einer Niederlage gegen Hikaru Nakamura, aber gewann am Ende mit vier Siegen, fünf Remis und einer Niederlage mit 6,5 aus 10 doch noch deutlich – und spielte eine gute Partie nach der anderen. Weiterlesen…

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Partie des Monats: April 2016

diagram_teaserDer April war aufregend: Weltmeister Magnus Carlsen kehrte endlich vor der eigenen Haustür und gewann in Norwegen nach drei vergeblichen Anläufen eins der besten Turniere des Jahres, die US-Meisterschaften waren so stark besetzt wie nie zuvor, und Garry Kasparov zeigte dem Nachwuchs in St. Louis, wie gut er immer noch blitzt und warum Schottisch gar nicht so schlecht ist. Schöne Partien gab’s auch. Weiterlesen…

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Partie des Monats: Januar 2016

teaserMagnus Carlsen ist wieder in Form. Nach seinen Siegen im London Chess Classic und beim Open in Katar gewann der Weltmeister auch das Tata Steel Turnier im holländischen Wijk aan Zee, das erste große Turnier des Jahres. Nach vier Remis zu Beginn drehte er auf und gewann drei Partien hintereinander. Besonders eindrucksvoll war dabei sein Sieg gegen Evgeny Tomashevsky in Runde sechs. Nach ruhiger Eröffnung bekam Carlsen durch zwei überraschende Züge plötzlich starken Königsangriff. Tomashevsky wehrte den Angriff ab, landete dafür jedoch in einem schlechten Endspiel, das er schnell verlor. So gelang Carlsen eine sehr harmonische Partie und ein kleines Meisterwerk. Zur Partie…

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Partie des Monats: Dezember 2015

carlsen_teaserIm Dezember mischte sich der König unters Schachvolk: Weltmeister Magnus Carlsen nahm am Open in Katar teil. Ein Weltmeister im Open – das hatte es seit 1971 nicht gegeben. Damals gewann Boris Spassky zusammen mit dem Holländer Hans Ree die Canadian Open Championships in Vancouver, aber seitdem trat kein amtierender Weltmeister in einem Open an. Für Carlsen hat sich das Experiment gelohnt. Nach holperigem Start spielte der Weltmeister so glanzvoll und inspiriert wie lange nicht. Er holte 7 Punkte aus 9 Partien (5 Siege, 4 Remis), gewann sieben Elo-Punkte dazu und wurde zusammen mit Vorjahressieger Yu Yangyi aus China geteilter Erster. Den anschließenden Blitzstichkampf um den Turniersieg entschied Carlsen mit 2:0 klar für sich. Seine schönste Partie spielte Carlsen gegen den Chinesen Li Chao in Runde fünf. Zur Partie…

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Partie des Monats: November 2015

wei_teaserViele sehen in dem chinesischen Großmeister Wei Yi den künftigen Schachweltmeister. Wei Yi ist 16 Jahre jung und mit einer aktuellen Elo-Zahl von 2730 im Dezember 2015 Nummer 27 der Welt. Seit Jahren tun Verband und Wei Yi alles, um an die Spitze zu kommen. Mit sieben verließ Wei Yi sein Elternhaus, um bei seinem Schachtrainer zu wohnen, mit acht ging er ins Schachinternat, mit zwölf verließ er die Schule, um Schachprofi zu werden. Ohne die lästige Lernerei hat er jetzt Zeit, sieben Stunden am Tag Schach zu trainieren. Das hat dem jungen Großmeister viele Erfolge und der Schachwelt einige Glanzpartien beschert. Zur Partie…

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Zufällige Zitate: Judit Polgar über Magnus Carlsen

Foto: Harry Schaack

Foto: Harry Schaack

„Magnus Carlsen spielt wirklich erfrischend. Er geht ans Brett, ignoriert die Eröffnungsvorbereitung mit Computern – und gewinnt trotzdem. Er erkennt Nuancen ganz besonders. Aber seine größte Stärke ist, dass er mit enormer Begeisterung Stellungen spielt, die andere Großmeister schon längst als Remis abgehakt haben und sich friedlich trennen, anstatt Energie zu verschwenden. Er genießt es natürlich auch, weil er so erfolgreich damit ist. Ich finde Magnus wirklich sehr beeindruckend. Ich mag seinen Stil nicht übermäßig, aber sein Können und seine professionelle Einstellung sind bewundernswert.“

Gefunden in: „Frauen glauben nicht an sich“, Hartmut Metz interviewt Judit Polgar, taz, 13. März 2014.

Meine Meinung über Stil und Stärke des Weltmeisters habe ich vor kurzem im Schachblog der ZEIT verraten: Wie Magnus Carlsen das Schach verändert.

Und hier im Blog kurz nach der Weltmeisterschaft in Chennai im November 2013: Aus aktuellem Anlass: Wie inspiriert spielt Carlsen?

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Magnus Carlsen – Der beste Schachspieler aller Zeiten?

carlsen_bildMit seinem Sieg gegen Fabiano Caruana am 2. Februar 2014 bei der Zurich Chess Challenge erreichte Magnus Carlsen (Foto: Maria Emilianova) eine virtuelle Elo-Zahl von 2882,6 Punkten, den höchsten Elo-Wert, den je ein Mensch erzielt hat. Aber macht das Carlsen auch zum besten Schachspieler aller Zeiten? Und wenn er es nicht ist, wer ist es dann? Garry Kasparov? Bobby Fischer? Oder vielleicht Emanuel Lasker, Mikhail Botvinnik, José Raul Capablanca oder Paul Morphy? Einen Überblick über diese gern und gelegentlich heiß geführte Diskussion bietet der Artikel “Comparison of top chess players throughout history“ auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite. Er zeigt, wie Schachenthusiasten versucht haben, diese Frage mit statistischen Methoden, den Vergleich von Weltmeisterpartien mit Computervorschlägen oder menschlich und subjektiv zu beantworten. Wenig überraschend ohne eindeutiges Ergebnis. Und so kann man sich am Ende, je nach Sympathie für den einen oder anderen Weltmeister, aussuchen, welche Methode und welches Ergebnis einem am besten gefällt.

Weitere Blogbeiträge über Magnus Carlsen: Anand gegen Carlsen: Das Duell und Aus aktuellem Anlass: Wie inspiriert spielt Magnus Carlsen?

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Aus aktuellem Anlass: Wie inspiriert spielt Carlsen?

carlsen_boredDer WM-Kampf zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen ist vorbei, Carlsen gewann klar mit 6,5:3,5. Nach zehn Artikeln über das Duell zwischen Anand und Carlsen vor dem WM-Match wollte ich eigentlich in den nächsten Tagen ein kurzes Resümee des Wettkampfs ziehen. Dann kam etwas dazwischen. Ein Interview mit Prof. Dr. Robert von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes, das am Sonntag, den 24. November, im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde und auch Spiegel-Online eine Meldung wert war. In diesem Interview zeigt sich von Weizsäcker nicht besonders angetan vom Spiel des neuen Weltmeisters. „Er spielt technisch praktisch fehlerfrei, aber irgendwie uninspiriert, blutlos und fast seelenlos die Partien runter“, meint Fernschachgroßmeister von Weizsäcker über Carlsens Spiel. Habe ich etwas verpasst? Mehr oder weniger Inspirierendes…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 10

Anand_Carlsen_web_225_2Nach neun Folgen Rückschau auf die bisherigen Begegnungen zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen ist höchste Zeit für eine Vorschau, eine Prognose, wer den WM-Kampf im indischen Chennai gewinnt. Umso mehr, da die erste Partie morgen, am 9. November 2013, beginnt. Um 15 Uhr Ortszeit, 10.30 deutscher Zeit, Carlsen hat Weiß und damit eine gute Chance, den Weltmeister gleich zu Beginn des Wettkampfs unter Druck zu setzen. Kaum jemand bezweifelt, dass er das versuchen wird, denn obwohl Anand nach 29 Partien gegen Carlsen mit 6:3 (bei 20 Remis) führt, geht Carlsen als Favorit in den Wettkampf. Aus gutem Grund. Zur Prognose…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 9

2013anandvscarlsenAm Donnerstag, den 7. November 2013, fällt im indischen Chennai der offizielle Startschuss zum Weltmeisterschaftskampf zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen. Die erste Partie beginnt zwei Tage später, am 9. November, 15 Uhr Ortszeit, das entspricht 10:30 deutscher Zeit. Auch diese Serie, die einen Blick auf die 29 Partien geworfen hat, die Anand und Carlsen vor ihrem Match gegeneinander gespielt haben, ist in der Gegenwart angekommen. In dieser, der neunten Folge betrachte ich die drei Partien, die Anand und Carlsen 2013 vor ihrem Match gegeneinander gespielt haben, im nächsten, dem zehnten und letzten Artikel der Reihe, wage ich dann rechtzeitig vor der ersten Partie eine Prognose, wie der Wettkampf verlaufen wird. Doch Weltmeisterschaft hin oder her, auf alle Fälle begann das Jahr 2013 mit einem Triumph für Carlsen. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 8

carlsen-anand-partieAm 7. November beginnt im indischen Chennai der WM-Kampf zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen. Carlsen gilt als Favorit. Mit einer Elo-Zahl von aktuell 2870 Punkten liegt er unangefochten auf Platz eins der Weltrangliste und hat ganze 95 Elo-Punkte mehr als Anand. Auch in den Turnieren der letzten Jahre spielte Carlsen erfolgreicher als der Weltmeister und während Anands Siege gegen Carlsen schon vergessen scheinen, wissen viele Schachspieler noch, wie überzeugend Carlsen 2012 gegen den Weltmeister gewonnen hat. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 7

2013anandvscarlsen2011 war im Duell zwischen Vishy Anand und Magnus Carlsen ein ungewöhnlich friedliches Jahr. Keiner der beiden konnte den anderen besiegen und so trennten sie sich fünf Mal Remis, zumeist unspektakulär. Um Langeweile vorzubeugen, möchte ich deshalb im folgenden Artikel diese fünf Remispartien kurz vorstellen, um danach einen Schlenker zu einigen der Schnellpartien zu machen, die Anand und Carlsen 2011 gegeneinander gespielt haben. Anschließend folgt noch eine kurze Übersicht über aktuelle Berichte zur WM. Denn das Match beginnt ja bereits in zwei Wochen und das Medienecho auf den Wettkampf wird täglich stärker. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 6

2013anandvscarlsenIm Januar 2010 eroberte Magnus Carlsen als jüngster Spieler aller Zeiten Platz eins der Weltrangliste im Schach und auch sonst war 2010 ein bewegtes Jahr für den Norweger. Er spielte eine Reihe erfolgreicher Turniere, versuchte sich im Sommer erfolgreich als Model, durchlebte im Herbst eine Formkrise und verzichtete im November auf die Teilnahme am Kandidatenturnier 2011. Sein Rivale Vishy Anand verteidigte 2010 einmal mehr seinen Weltmeistertitel und besiegte Veselin Topalov im WM-Kampf in Sofia mit 6,5:5,5. Auch Carlsen hatte Anand 2010 gut im Griff – zumindest statistisch. Sie spielten sechs Mal gegeneinander, vier Partien endeten Remis, zwei Mal gewann Anand. Ein Ergebnis, das auch anders hätte aussehen können. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 5

Carlsen_duell52009 war das Jahr Magnus Carlsens. Im Januar 2009 lag er mit einer Elo-Zahl von 2776 auf Platz vier der Weltrangliste, im Januar 2010 war er mit 2810 Punkten die Nummer eins der Welt. Die jüngste Nummer eins aller Zeiten. Dabei fing das Jahr überhaupt nicht gut an. Im Januar landete Carlsen in Wijk aan Zee mit 7 aus 13 auf dem geteilten 5. bis 6. Platz, anderthalb Monate später erzielte er in Linares 7,5 aus 14 und wurde Dritter, beim MTel Masters in Sofia im Mai kam Carlsen auf 6 aus 10, was zu einem geteilten zweiten bis dritten Platz reichte und im Juli landete Carlsen beim Sparkassen Chess Meeting in Dortmund mit 5,5 aus 10 auf dem 2. bis 4. Platz. Eigentlich gute bis sehr gute Ergebnisse, doch von Carlsen erwartete man mehr. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 4

Foto: ChessBase

Foto: ChessBase

Vishy Anand hat im Schach fast alles erreicht, was man erreichen kann. Seit über 15 Jahren zählt er zur absoluten Weltspitze, er hat alle bedeutenden Turniere der Welt gewonnen, wurde im Jahr 2000 FIDE-Weltmeister und 2007 als Nachfolger Vladimir Kramniks der 15. Weltmeister der Schachgeschichte. Anand war der erste indische Großmeister überhaupt und seine Erfolge und sein Auftreten haben ihn in seiner Heimat zu einem Star gemacht und Indien einen Schachboom beschert. 2008 stand Anand auf der Höhe seines Ruhmes. Er war die offizielle Nummer eins der Welt und im Oktober 2008 konnte er seinen Weltmeistertitel in einem Wettkampf gegen Vladimir Kramnik souverän verteidigen. Doch Anand wusste natürlich, dass die aufstrebenden Talente ihn vom Weltmeisterthron stoßen wollten. Und da viele in Magnus Carlsen den zukünftigen Weltmeister sahen, ging es in jeder Partie zwischen Carlsen und Anand immer um mehr als nur Preisgeld, Elo oder Punkte in einem Turnier. Anand scheint das motiviert zu haben. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 3

2007 trafen Anand und Carlsen das erste Mal in einer Turnierpartie mit klassischer Bedenkzeit aufeinander und für beide war 2007 ein gutes Jahr. Carlsen gewann in Gausdal und Biel und landete beim Spitzenturnier in Morelia/Linares auf dem geteilten zweiten bis dritten Platz. Außerdem verbesserte er seine Elo-Zahl von Januar 2007 bis Januar 2008 von 2690 auf 2733 Punkte und kletterte damit von Platz 24 der Weltrangliste auf Platz 13. Anand stand nach seinem Sieg beim Turnier in Morelia/Linares erstmals auf Platz eins der Weltrangliste, doch seinen größten Erfolg feierte er im September 2007: Er gewann das Weltmeisterturnier in Mexiko-City vor Vladimir Kramnik und Boris Gelfand und wurde 15. Weltmeister der Schachgeschichte. Auch im Duell gegen den immer stärker werdenden Carlsen sah es 2007 gut für Anand aus. Weiterlesen…

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Anand gegen Carlsen: Das Duell, Teil 2

Foto: ChessBase/Schachfestival Biel

Foto: ChessBase/Schachfestival Biel

Im April 2004 wurde Magnus Carlsen Großmeister, drei Jahre später zählte er bereits zur erweiterten Weltspitze. Und schien von Tag zu Tag besser zu werden. Anfang 2007 war der damals 16-jährige Carlsen beim A-Turnier in Wijk aan Zee noch Letzter geworden und hatte keine Partie gewonnen, drei Monate später lag er beim Turnier in Morelia/Linares nach neun Runden mit 5,5 Punkten gemeinsam mit Anand auf dem ersten Platz. In der Hinrunde des Turniers hatte Anand das erste Mal eine Partie mit klassischer Bedenkzeit gegen Carlsen gewonnen und in der Rückrunde ging es so nicht nur um Punkte, sondern auch um Revanche, Prestige und den Sieg in einem der stärksten Turniere des Jahres 2007. Weiterlesen…

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Schulmeisterliche Kritik: Wie man starkes Schach zernörgelt

Eine Besprechung von Adrian Michaltschischins und Oleg Stetskos, Kämpfen und Siegen mit Magnus Carlsen, Edition Olms, Zürich 2012, 312 Seiten.
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Geht man nur nach der Elo-Zahl, dann ist Magnus Carlsen der beste Schachspieler aller Zeiten. Jetzt, wo er nach seinem Sieg im Kandidatenturnier in London 2013 gute Chancen hat, auch Schachweltmeister zu werden, bietet es sich an, einen Blick auf Carlsens Laufbahn zu werfen. Das haben Adrian Michaltschischin und Oleg Stetsko vorsorglich 2012 in ihrem Buch Kämpfen und Siegen mit Magnus Carlsen getan, in dem sie sich 64 Partien Carlsens anschauen, um dem Geheimnis des norwegischen Schachphänomens auf die Spur zu kommen. Den Anfang dieser Sammlung macht ein Angriffssieg gegen H.K. Harestad aus dem Jahre 2003, den Abschluss bildet Carlsens verblüffend einfach wirkender positioneller Gewinn gegen Liviu-Dieter Nisipeanu beim Turnier in Medias 2011. Doch Heldenverehrung betreiben Michaltschischin und Stetsko nicht. Im Gegenteil. Weiterlesen…

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