Archiv der Kategorie: Literatur

Zufällige Zitate: David Byrnes „Bicycle Diaries“

„Seit Anfang der 1980er Jahre ist das Fahrrad mein wichtigstes Transportmittel in New York gewesen. … Ich fühlte mich beschwingt und frei. … Mein Leben war damals mehr oder weniger auf Downtown Manhattan beschränkt … und ich merkte bald, dass … Weiterlesen

Mehr als Sport: David Foster Wallace über Roger Federer

Am 29. Januar 2017 besiegte Tennisprofi Roger Federer im Finale der Australian Open in Melbourne seinen langjährigen Rivalen Rafael Nadal in einem dramatischen Fünf-Satz-Match und gewann seinen achtzehnten Grand Slam Titel, mehr als jeder andere Spieler vor ihm. Dennoch war … Weiterlesen

Radfahren literarisch: Elmar Schenkels „Cyclomanie“

Am Sonntag, den 24. Juli 2016, gewann der in Nairobi, Kenia, geborene Brite Chistopher Froome die 103. Tour de France. Nach 2013 und 2015 war es sein dritter Sieg. Aber Nachrichten von der Tour sind nicht mehr so aufregend wie … Weiterlesen

Versöhnlich: Rhidian Brooks „Niemandsland“

„Ihre Fähigkeit, das Fehlverhalten anderer zu übersehen, ist grenzenlos. Sie sind mir wirklich ein Rätsel.“ Das sagt Major Burnham über seinen Gegenspieler Colonel Lewis Morgan, einen der Hauptcharaktere von Rhidian Brooks Niemandsland. Morgan ist 1946 als Offizier der britischen Armee … Weiterlesen

Witzig: Shane Maloneys „Künstlerpech“

„Es kommt mir kein russischer Roman in den Sinn, in dem sich einer der Helden in eine Kunstausstellung verirrt.“ Mit diesem Zitat des englischen Schriftstellers William Somerset Maugham, beginnt der australische Autor Shane Maloney seinen Roman Künstlerpech, eine vergnügliche Reise … Weiterlesen

Hamburg 1947: Cay Rademachers „Der Trümmermörder“

Winter 1947, Hamburg, Oberinspektor Frank Stave sucht einen Mörder, der die Stadt in Atem hält. Ein historischer Krimi mit Heimattouch, Hitler noch nicht lange tot, ein Serienmörder – bei diesen Themen kann viel schiefgehen. Doch in seinem Roman „Der Trümmermörder“ … Weiterlesen

Magische Melancholie: Friedrich Anis „Der namenlose Tag“

Alltagsdramen, Melancholie und Magie – diese Motive prägen Friedrich Anis neuen Roman Der namenlose Tag. Hauptperson ist Jakob Franck, ehemaliger Kommissar der Münchner Polizei, seit zwei Monaten im Ruhestand. Niemand konnte Hinterbliebenen die Nachricht vom gewaltsamen Tod eines Angehörigen einfühlsamer … Weiterlesen

Kurz und knapp: William Boyds „Einfache Gewitter“

Adam Kindred lebt in den USA, ist Klimatologe und in London, weil er sich nach seiner Scheidung an einer englischen Universität beworben hat. In einer Pizzeria unterhält er sich zufällig mit dem Pharmaforscher Philip Wang. Wang hinterlässt seine Adresse, aber … Weiterlesen

Agatha Christie beim Schachturnier: Andy Soltis‘ Schachroman „Los Voraces 2019“

Schon seit einiger Zeit bilden die Turniere in Wijk aan Zee, Linares, Dortmund die Höhepunkte des Schachjahres. Aber bei allem Glanz fehlt ihnen doch etwas zur dauerhaften Größe: ein Turnierbuch. Das ist kein Zufall. Turnierbücher gelten als nicht mehr zeitgemäß, … Weiterlesen

Ein symbolischer Rückzug: Kritische Anmerkungen zu Stefan Zweigs „Schachnovelle“

Stefan Zweigs Schachnovelle ist auch ein Abschiedsbrief. Denn kaum hatte er die Erzählung im brasilianischen Exil fertig gestellt, nahm er sich im Februar 1942 mit seiner Frau Lotte das Leben. Den Erfolg des Buches hat Zweig nicht mehr erlebt. Es … Weiterlesen

Zufällige Zitate: „Flaubert und moderne Erzählung“

„Romanautoren sollten Flaubert danken wie Dichter dem Frühling: mit ihm fängt alles wieder an. Tatsächlich gibt es eine Zeit vor Flaubert und eine Zeit nach ihm. Flaubert bestimmte maßgeblich, was die meisten Leserinnen und Autoren unter moderner realistischer Erzählung verstehen, … Weiterlesen

Kritik in Kürze: Anne Goldmann „Lichtschacht“

Lena ist vor kurzem nach Wien gezogen und lebt in der Wohnung ihrer Freundin Steffi. Eines Abends schaut sie aus dem Fenster und beobachtet einen Mann und zwei Frauen, die auf dem Dach des Hauses gegenüber sitzen. Plötzlich ist eine … Weiterlesen

Koan im Krimi: Robert van Guliks „Der geschenkte Tag“

Robert van Gulik, geboren am 9. August 1910 in Zutphen, Holland, gestorben am 24. September 1967 in Den Haag, war ein Mann mit vielen Talenten: Er arbeitete als Diplomat in Japan, Ägypten, China, den USA sowie Malaysia und sprach unter … Weiterlesen

Zufällige Zitate: Aus Karen Duves „Taxi“

„Der Trendforscher hatte sich mit der zunehmenden Vereinzelung der Westeuropäer beschäftigt und vorausgesagt, dass sich in den Großstädten demnächst nach Geschlechtern getrennte Stadtteile herausbilden würden, in denen entweder nur noch Single-Frauen oder Single-Männer leben würden. Die Single-Frauen würden in schnuckeligen … Weiterlesen

Der Literaturwissenschaftler als Romanheld

Denke ich an mein Studium zurück, erinnere ich mich besonders gerne an das Seminar „Der Literaturwissenschaftler als Romanheld“. Ein schöner Titel, ein ergiebiges Thema. Dozent war Dirk Vanderbeke, mittlerweile Professor für Anglistik an der Universität von Jena. Wir besprachen so … Weiterlesen

Zufällige Zitate: Marele Day, Krimiautorin, über ihr Genre

Ich habe nie Krimis gelesen, bevor ich Leben und Verbrechen des Harry Lavender schrieb. Meine ursprüngliche Motivation war es, ein Buch über Sydney zu schreiben. Von Beginn meiner Schreibkarriere an war „Ort“ immer eine Quelle der Inspiration. Ich begann zu … Weiterlesen

Schüttelreim und Schachgedicht

„Wer dichten will, der täte gut, er macht‘ es so, wie Goethe tut!“ lautet ein Schüttelreim des deutschen Dichters, Anarchisten und politischen Aktivisten Erich Mühsam (geboren am 6. April 1878 in Berlin, gestorben am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg). … Weiterlesen

Zufällige Zitate

„Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das … Weiterlesen

Zu viele Bücher?

Linda Grant, geboren am 15. Februar 1951 in Liverpool, lebt in London und ist mehrfach ausgezeichnete Autorin und Journalistin. Vor kurzem hatte sie ein schwerwiegendes Problem: zu viele Bücher. Wer gerne liest und umziehen muss oder will, der weiß, wie … Weiterlesen

Zur Erinnerung an Gustave Flaubert (12. Dezember 1821 bis 8. Mai 1880)

Kaum ein Autor hat die Literaturgeschichte so beeinflusst wie Gustave Flaubert. Sein berühmtestes Werk ist Madame Bovary, der erste Roman, den er je veröffentlicht hat. Das Buch erschien 1856 und hat seitdem zahllose Leser und Leserinnen verzaubert, begeistert und inspiriert. … Weiterlesen