Aus aktuellem Anlass: Tigran Petrosjan als Olympiaspieler

Im Moment findet in Batumi, Georgien, die 43. Schacholympiade statt. Schacholympiaden erinnern mich immer an Tigran Petrosjan, Schachweltmeister von 1963 bis 1969. Petrosjan gilt als sehr sicherer Spieler, aber Schacholympiaden brachten eine andere Seite von ihm zum Vorschein. Er spielte aggressiver, weniger vorsichtig und seine Remisquote war deutlich niedriger als in seinen anderen Wettkämpfen und Turnieren. Bei Olympiaden zeigte er immer wieder, wie attraktiv und einfallsreich er spielen konnte. Im Karl 04/2009, dessen Schwerpunkt Petrosjan gewidmet ist, habe ich in einem Artikel einen Blick auf Petrosjans Erfolge bei Olympiaden geworfen. Aus aktuellem Anlass – der Schacholympiade in Batumi – möchte ich diese Würdigung Petrosjans hier noch einmal veröffentlichen. weiterlesen

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Der neue „Karl“ ist da: Schwerpunkt Frankfurt

Die aktuelle Karl-Ausgabe widmet sich im Schwerpunkt dem Schach in Frankfurt. Unter anderem mit einem Rückblick auf zwei bedeutende Frankfurter Turniere, die im 19. Jahrhundert gespielt wurden: dem Westdeutschen Schachkongress 1878 und dem Frankfurter Meisterturnier von 1887. Gewonnen hat das Meisterturnier der Amerikaner Mackenzie, der nicht nur einer der stärksten Schachspieler der damaligen Zeit war, sondern auch ein bewegtes Leben führte. Er wurde 1837 in Schottland geboren und kämpfte später als Berufssoldat in Irland, Indien, Südafrika und im amerikanischen Bürgerkrieg. weiterlesen

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Denkwürdige Partien: Donald Byrne gegen Bobby Fischer, New York 1956

Kurz vor Weihnachten erschien der neue KARL, die vierte und letzte Ausgabe des Jahres 2017, Schwerpunkt „Denkwürdige Partien“. Das Cover zeigt eine Fotocollage mit dem Partieformular einer der berühmtesten Partien der Schachgeschichte: Donald Byrne gegen Bobby Fischer, gespielt am 17. Oktober 1956 im Marshall Chess Club in New York, in Runde 8 des Lessing Rosenwald Gedenkturniers. Bobby Fischer war damals 13 Jahre alt und diese Partie machte ihn auf einen Schlag berühmt. Auch über 60 Jahre später wirkt sie noch frisch und eindrucksvoll. Zur Partie…

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Im Archiv geblättert: “Der ultimative Schachfilm”

Der KARL hat viele schöne Seiten. Schön ist zum Beispiel, dass viele KARL-Artikel zeitlos sind. So fiel mir vor kurzem ein altes Heft in die Hände und Erinnerungen an „Schach im Film“, dem Schwerpunkt dieses Heftes, wurden geweckt. Ich habe in der Ausgabe einen Beitrag über zwei Filme geschrieben, in denen Schach eine Rolle spielt. „Knight Moves“, ein schrecklicher Film mit Christopher Lambert in der Hauptrolle, und „Fresh“ mit Sean Nelson, meiner Ansicht nach einer der besten Filme mit dem Thema Schach überhaupt. Hier noch einmal der ganze Artikel. Zum ultimativen Schachfilm…

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KARL in New York

karl_new_york_coverDie aktuelle KARL-Ausgabe widmet sich der Schachstadt New York. Mit Berichten über den Marshall Chess Club und den Manhattan Chess Club, einem Porträt des Großmeisters, Schachautors und Journalisten Andrew Soltis, einer Reminiszenz an Chandlers Privatdetektiv Philip Marlowe, der doch in Los Angeles Verbrechen klärte, und Großmeister Nicolas Rossolimo, der in New York als Taxifahrer lebte. Dazu noch Rückblicke auf die New Yorker Turniere 1924 und 1927 und natürlich noch viel mehr. Als Leseprobe und zur Einstimmung „Ein Wort zum Schluss“, die Kolumne am Ende jeder Ausgabe. Weiterlesen…

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Zeitnot

tempo_coverDer Juli hat begonnen und mein letzter Blog-Eintrag liegt schon fast vier Wochen zurück. Sorry! Grund für die lange Pause war nicht die Fußball-WM, sondern andere Projekte, die zu einer gewissen Zeitnot geführt haben. So habe ich mich unter anderem im Schach-Blog der ZEIT mit der Frage beschäftigt, ob und warum Schach Sport ist. Und dann war da noch der aktuelle KARL, Schwerpunktthema „Motivation“ und absolut lesenswert. Allein schon wegen eines ausführlichen und aufschlussreichen Interviews mit dem Hockeynationaltrainer und leidenschaftlichen Schachspieler Markus Weise über das „Was uns antreibt“. Oder weil Michael Ehn und Ernst Strouhal an „Karate-Emma Peel“ aus der legendären Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone erinnern, von ihr schwärmen und verraten, was und wie die Serie mit Schach zu tun hat.
Stichwort Zeitnot. Im allerersten überregionalen KARL mit dem Schwerpunkt Tempo hat sich Ernst Strouhal 2001 über Schach im Zeitalter der Ungeduld Gedanken gemacht. Auch und gerade 13 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein immer noch lesenswerter Artikel.

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50 Mal KARL

rubinstein-teaserVor Kurzem erschien der neue KARL. Ein kleines Jubiläum. 2001 verwandelte sich KARL von einer Vereinszeitschrift in ein überregionales Magazin, das vier Mal im Jahr über Schach und Kultur berichten wollte. Jede Ausgabe sollte einem eigenen Schwerpunkt gewidmet sein, treibende Kraft hinter dem Projekt war Harry Schaack, die erste Ausgabe beschäftigte sich mit dem Thema „Tempo!“, Leseproben des ersten sowie aller folgenden Hefte stehen noch im Internet. 49 Ausgaben später trägt das Konzept immer noch und die Jubiläumsausgabe 50 beschäftigt sich mit Akiwa Rubinstein, vor dem Ersten Weltkrieg einer der besten, wenn nicht der beste Spieler der Welt, Endspielkünstler, Schachlogiker und tragische Gestalt. Die KARL-Seite bietet Leseproben des Hefts, meine Kolumne „Ein Wort zum Schluss“ kann man gleich hier lesen. Ein Wort zum Schluss…

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KARL, Schulschach und Ein Wort zum Schluss

zeitschrift karlAnfang Juli erschien der neue KARL, Schwerpunkt Schulschach, voll mit interessanten und anregenden Porträts von Personen und Projekten, die das Schulschach fördern. Besonders berührt hat mich der Artikel „Kindern eine neue Welt eröffnen“. Er beschreibt, wie Dijana Dengler, Mitarbeiterin der Münchner Schachakademie, mit Phantasie, Leidenschaft und Kreativität Schülern und Schülerinnen der Münchner Brennpunktschule Paulckestraße Schach beibringt, um sie „fit fürs Leben zu machen“. Diesen Artikel kann man nur im Heft lesen, Leseproben und Inhaltsangabe des neuen KARLs gibt es auf der KARL-Webseite, hier zur Einstimmung jedoch erst einmal meine Kolumne Ein Wort zum Schluss.
Zur Kolumne

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Geburtstagskind Michael Bezold: Ein Porträt

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Michael Bezold (Foto: LGA-Turnier Nürnberg)

Der 23. Mai scheint für Schachspieler ein guter Tag zu sein. Kein Geringerer als Anatoli Karpov wurde am 23. Mai 1951 geboren und feiert heute Geburtstag. In guter Gesellschaft des deutschen Großmeisters Michael Bezold, der 1972 im oberfränkischen Bayreuth zur Welt kam. Bezold spielte mit 15 das erste Mal in der Bundesliga, wurde 1991 und 1992 Deutscher Jugendmeister und im Laufe seiner Karriere mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister mit Bayern München. Seit seinem Rückzug vom Turnierschach arbeitet er als Software-Entwickler und hat das LGA-Open in Nürnberg als Turnierorganisator zu einem der attraktivsten – und stets überbuchten – Turniere des Schachkalenders gemacht. 2006 habe ich im KARL (1/2006, S. 50-57) ein ausführliches Porträt Bezolds veröffentlicht, in dem er über seine Schachkarriere, Mikhail Botvinnik, Bobby Fischer und vieles mehr spricht. Zur Feier des Tages geht dieses Porträt jetzt online. Zum Porträt

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Betrug: Ein viel zu aktuelles Thema

Cover der aktuellen KARL-Ausgabe

Cover der aktuellen KARL-Ausgabe

Vor Kurzem erschien der neue KARL, Schwerpunkt Betrug, leider ein viel zu aktuelles Thema. Denn mit Computer, Smartphone und Schachprogramm muss man mittlerweile selbst gar nicht gut spielen können, um erfolgreich zu sein. Alles, was man braucht, sind eine flexible Moral und die Bereitschaft, Regeln zu brechen, um sich Vorteile zu verschaffen. Und Letzteres ist ja, wie man zugeben muss, überaus menschlich, reizvoll und macht so manchen Verbrecher in Film und Literatur anziehend. Auch die aktuelle KARL-Ausgabe gewinnt dem an sich unschönen Thema Betrug charmante und unterhaltsame Seiten ab. Unter anderem mit Ausflügen in die Literatur, Erzählungen über skurrile Gestalten im Wiener Café Laudon, Betrachtungen über die juristischen Aspekte des Betrugs im Schach oder Gedanken zur Attraktivität des “falschen Spiels”. Als kleinen Appetithappen hier “meine” Kolumne zum aktuellen Schwerpunktthema. Zur Kolumne…

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