Die Arbeit und das Vergnügen des Schreibens

The Paris Review TeaserbildWie schreibt man eigentlich Bücher? Wie kommen Schriftstellerinnen zu ihren Ideen? Wie funktioniert Inspiration und Kreativität? Was für ein Mensch verbirgt sich hinter dem Namen des Autors? Wann, wie und warum schreiben Schriftsteller? Wie gehen sie mit Kritik, Misserfolgen und Rückschlägen um, wie feiern sie Erfolge, welche Tricks und Tipps wenden sie beim Schreiben an? Solche und ähnliche Fragen beantwortet die Reihe „Writers at Work“, eine der renommiertesten Serien der renommierten Literaturzeitschrift The Paris Review.

The Paris Review widmet sich vor allem englischsprachiger Literatur, aber gegründet wurde sie 1953 in Paris. Ein erklärtes Ziel der Zeitschrift war es, weniger literarische Kritik zu veröffentlichen, sondern Romanautorinnen und Lyrikern eine Stimme und Raum zur Veröffentlichung ihrer Werke zu geben – Hauptsache, „sie waren gut“. Tatsächlich haben weltberühmte Autoren wie V.S. Naipaul, T.C. Boyle, Edward P. Jones, Philip Roth, um nur einige zu nennen, ihr Debüt in The Paris Review gefeiert.

Im Alter von 20 Jahren, 1973, kehrte die Zeitschrift Europa den Rücken und zog nach New York. An ihrem Ruf als eine der führenden Literaturzeitschriften der Welt änderte das nichts. Diesen Ruf genießt sie auch noch mit 60. So nannte die kanadische Autorin Margaret Atwood das Magazin „eine der wenigen wirklich literarischen Zeitschriften des 20. Jahrhunderts – und jetzt des 21.“

Maßgeblich zum Ruhm der Zeitschrift beigetragen hat die Reihe „Writers at Work“, in der Schriftsteller und Schriftstellerinnen ausführlich über ihre Arbeit, ihre Ansichten, ihre Ideen und ihr Leben berichten. Die Liste der Interviewten liest sich wie „Who’s Who“ moderner Literatur und von W.H. Auden über James Baldwin, Saul Bellow, Jorge Luis Borges, Truman Capote, Raymond Carver, T.S. Eliot, Allen Ginsberg, Ernest Hemingway, Jack Kerouac, Henry Miller, Marinne Moore, Vladimir Nabokov oder Milan Kundera, bis hin zu Joyce Carol Oates, Dorothy Parker, Mario Vargas Llosa, Gabriel Garcia Marquez, Ian McEwan, Haruki Murakami, Philip Roth, Salman Rushdie, Susan Sontag und George Steiner stößt man auf zahlreiche bekannte Namen und literarische Größen.

Und es ist kein Zufall, dass eines der informativsten Interviews mit Alice Munro, aus dem sich zahlreiche Artikel über die aktuelle Nobelpreisträgerin speisen, im Sommer 1994 in der Reihe veröffentlicht wurde.

Vielleicht ist ein Geheimnis der Paris Review, dass die Zeitschrift mit der Zeit geht. So kann man seit September 2010 alle Interviews der Reihe „Writers at Work“ in den Web-Archiven online lesen. Ein Geschenk und ein einzigartiger Schatz für Literaturliebhaber und Bücherfreunde.

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The Paris Review in der englischsprachigen Wikipedia

 

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