{"id":297,"date":"2013-05-23T00:03:23","date_gmt":"2013-05-22T22:03:23","guid":{"rendered":"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/?p=297"},"modified":"2020-01-05T22:30:08","modified_gmt":"2020-01-05T21:30:08","slug":"geburtstagskind-michael-bezold-ein-portrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2013\/05\/23\/geburtstagskind-michael-bezold-ein-portrat\/","title":{"rendered":"Geburtstagskind Michael Bezold: Ein Portr\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_378\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-378\" class=\"size-full wp-image-378 \" title=\"Michael Bezold\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/Team_Michael_Bezold.jpg\" alt=\"Team_Michael_Bezold\" width=\"200\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-378\" class=\"wp-caption-text\">Michael Bezold (Foto: LGA-Turnier N\u00fcrnberg)<\/p><\/div>\n<p>Der 23. Mai scheint f\u00fcr Schachspieler ein guter Tag zu sein. Kein Geringerer als Anatoli Karpov wurde am 23. Mai 1951 geboren und feiert heute Geburtstag. In guter Gesellschaft des deutschen Gro\u00dfmeisters Michael Bezold, der 1972 im oberfr\u00e4nkischen Bayreuth zur Welt kam. Bezold spielte mit 15 das erste Mal in der Bundesliga, wurde 1991 und 1992 Deutscher Jugendmeister und im Laufe seiner Karriere mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister mit Bayern M\u00fcnchen. Seit seinem R\u00fcckzug vom Turnierschach arbeitet er als Software-Entwickler und hat das LGA-Open in N\u00fcrnberg als Turnierorganisator zu einem der attraktivsten \u2013 und stets \u00fcberbuchten \u2013 Turniere des Schachkalenders gemacht. 2006 habe ich im <a href=\"http:\/\/www.karlonline.org\/home.htm\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KARL<\/a> (1\/2006, S. 50-57) ein ausf\u00fchrliches Portr\u00e4t Bezolds ver\u00f6ffentlicht, in dem er \u00fcber seine Schachkarriere, Mikhail Botvinnik, Bobby Fischer und vieles mehr spricht. Zur Feier des Tages geht dieses Portr\u00e4t jetzt online.<!--more Zum Portr\u00e4t--><\/p>\n<p><strong>&#8220;ALS HOBBY MACHT SCHACH MEHR SPASS&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Schach gelernt habe ich fr\u00fch, mit etwa sechs Jahren, vor allem durchs Zuschauen. Schach lag bei uns in der Familie, denn mein Vater war Vorsitzender des Schachklubs Waischenfeld und Vorsitzender des Fu\u00dfballvereins. Alle seine S\u00f6hne, d.h. meine drei Br\u00fcder und ich, haben deshalb Schach und Fu\u00dfball gespielt, da hat mein Vater f\u00fcr gesorgt. Ich war der dritt\u00e4lteste, ein Bruder war noch j\u00fcnger \u2013 und dann gab es noch eine Schwester, die aber acht Jahre j\u00fcnger als mein j\u00fcngerer Bruder war.<\/p>\n<p>Mein erstes Schachturnier habe ich im Alter von acht Jahren gespielt, die oberfr\u00e4nkische U-15 Meisterschaft, C-Jugend hie\u00df es damals. Ich habe drei Remis geholt und vier verloren. Ich war der j\u00fcngste Teilnehmer, und wei\u00df noch, wie damals in der Zeitung ein Foto von mir erschien mit der Unterschrift: &#8220;Aller Anfang ist schwer.&#8221;<\/p>\n<p>Der Schachklub Waischenfeld ist nicht sehr bekannt, aber immerhin waren bei diesem kleinen Verein schon drei Weltmeister zu Gast: Mikhail Botvinnik, Tigran Petrosian und Bobby Fischer. Lothar Schmid, ein Freund meines Vaters, hatte jeweils den Kontakt hergestellt. \u00dcberhaupt hat mir Lothar Schmid immer sehr geholfen und mich gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><strong>AUFSTIEG ALS MANNSCHAFTSSPIELER<\/strong><br \/>\nWaischenfeld spielte damals in der A-Klasse, damals \u00fcbrigens noch zusammen mit Bindlach, und als ich immer besser wurde, meinten Bekannte, ich sei mittlerweile zu stark f\u00fcr diese Klasse und es w\u00e4re Zeit f\u00fcr einen Vereinswechsel. So bin ich von Waischenfeld zu Bamberg gegangen.<\/p>\n<p>Bei der Oberfr\u00e4nkischen Blitzmeisterschaft hatte ich sehr gut gespielt und dadurch ist der Vorsitzende des Bamberger SC auf mich aufmerksam geworden. Sowieso habe ich immer sehr gerne Blitz gespielt, eigentlich lieber als das langsame Schach. Das langsame Schach spielte man halt, weil es alle machen, aber den gr\u00f6\u00dften Spa\u00df hatte ich beim Blitzen.<\/p>\n<p>In Bamberg hatte ich viel Spa\u00df und es war eine sch\u00f6ne Zeit, was auch daran lag, dass die Bamberger mit Unzicker, Pfleger und Kestler eine sehr nette Mannschaft bildeten. Ich sollte eigentlich in der Regionalliga spielen, aber am Ende der Saison kam ich doch zu zwei Eins\u00e4tzen in der 1. Bundesliga \u2013 als 15-j\u00e4hriger. Bei meinem ersten Bundesligakampf spielten wir gleich gegen Solingen, damals neben Porz die absolute \u00dcbermannschaft. Dennoch gelang mir ein Remis gegen Rene Borng\u00e4sser.<\/p>\n<p>Hier die Schlussphase einer Partie aus der Bundesliga, die sehr spannend war. Mein Gegner war Helmut Reefschl\u00e4ger, der mir bei unserer vorherigen Begegnung eine kurze Lektion erteilt hatte.<\/p>\n<p><strong>BEZOLD &#8211; REEFSCHL\u00c4GER<\/strong><br \/>\nBundesliga 91\/92<\/p>\n<div id=\"attachment_324\" style=\"width: 346px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/bezoldreefschlaeger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-324\" class=\"size-full wp-image-324\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/bezoldreefschlaeger.jpg\" alt=\"Stellung nach 41...e5\" width=\"336\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/bezoldreefschlaeger.jpg 336w, https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/bezoldreefschlaeger-150x150.jpg 150w, https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/bezoldreefschlaeger-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-324\" class=\"wp-caption-text\">Stellung nach 41&#8230;e5<\/p><\/div>\n<p>Die Partie war bis zu diesem Zeitpunkt nicht besonders aufregend, aber die Schlussphase gleicht das aus. In dieser Stellung m\u00f6chte Schwarz seinen Springer nach e6 bringen, um auf d4 Druck auszu\u00fcben. Spielt Wei\u00df d5, kommt trotzdem Se6. Also <strong>42.Ld6<\/strong> mit der Idee, auf e5 zu nehmen. <strong>42&#8230;Sd5<\/strong> Der kritische Zug. Ich muss zugeben, dass ich diese Antwort \u00fcbersehen hatte. Nach 42&#8230;Txd6 43.c5 Txd4 44.cxb6 Txd2 45.bxc7 geht der Bauer zur Dame und nach 42&#8230;exd4 43.Txd4 Kf7 44.Lc5 Txd4 45.Lxb6 Td7 46.Lxa5 hat Schwarz ein verlorenes Endspiel. <strong>43.Lxd5 Txd6 44.dxe5<\/strong> 44.c5? w\u00e4re verfr\u00fcht. Nach Txd5 45.cxb6 c5 steht Schwarz mehr als gut. <strong>44&#8230;Td8<\/strong> 44&#8230;fxe5 45.c5 Txd5 46.Txd5 cxd5 47.cxb6 Kf6 48.Tc3 d4 49.Tc6+! und der schwarze K\u00f6nig muss auf die 7. Reihe zur\u00fcck, wonach Wei\u00df den Bauern b7 gewinnt. <strong>45.exf6+ Kf8 46.Le4 Txd2 47.Lxg6 Td8 48.f7 1\u20130<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter bin ich dann von Bamberg zu Bayern M\u00fcnchen gegangen. Wieder empfahl ich mich durch ein Blitzturnier. Irgendwann lud man mich zu einem Blitzturnier ein, an dem etliche Spieler der Bayern-Mannschaft teilnahmen, darunter Leute wie Stangl und Bischoff, also sehr starke Blitzer. Dieses Blitzturnier habe ich gewonnen und danach hat mir Heinrich Jellissen einen Platz in der Bayern-Mannschaft angeboten.<\/p>\n<p><strong>SCHACHAUSBILDUNG BEI BAYERN<\/strong><br \/>\nJellissen ist nat\u00fcrlich eine umstrittene Figur, aber ich hatte eigentlich immer einen guten Eindruck von ihm. Er war sehr fordernd, erfolgshungrig, und dadurch herrschte in der Mannschaft immer gro\u00dfer Druck. Aber andererseits fand er auch die richtigen Worte, wenn es einmal schiefgegangen war, wenn man &#8220;versagt&#8221; hatte. Als seine Gesch\u00e4ftspraktiken nach seinem Tod bekannt wurden, war ich entsetzt. Dennoch: Er hat mich nach Bayern geholt und dort wurde der Grundstein f\u00fcr meinen Gro\u00dfmeistertitel gelegt \u2013 und daf\u00fcr bin ich ihm dankbar.<\/p>\n<p>Meine Elo-Zahl stieg damals in kurzer Zeit von 2350 auf 2490. Der Grund f\u00fcr diesen Sprung liegt in der gesamten Atmosph\u00e4re, die bei Bayern herrschte, das Analysieren mit guten Leute, die ganze Umgebung. Besonders viel verdanke ich allerdings Zoltan Ribli.<br \/>\nBei Auswahl und Studium der Er\u00f6ffnungen hat er mir sehr geholfen und auch in Bezug auf die prinzipielle Einstellung habe ich viel von ihm gelernt.<\/p>\n<p>Ribli ist der ideale Mannschaftsspieler und Kapit\u00e4n. Er verf\u00fcgt \u00fcber ein ungeheuer breites und tiefes Schachwissen und ist ein immens guter Er\u00f6ffnungsexperte. Er ist hilfsbereit, spricht gut Deutsch und au\u00dferdem sehr unterhaltsam. Durch seinen trockenen Humor herrscht eigentlich immer gute Stimmung, wenn er dabei ist. Und er genie\u00dft in der Schachwelt einen guten Ruf, auch f\u00fchrende Gro\u00dfmeister haben Respekt vor ihm.<\/p>\n<p>Wenn man einmal mit Ribli gearbeitet hat, dann bleibt er interessiert, auch nachdem er sein Honorar erhalten hat. Sp\u00e4ter, als ich Bundesnachwuchstrainer war, hatte ich immer noch mit Ribli zu tun. Ich wollte unbedingt, dass Arik Braun mit ihm trainiert, und tats\u00e4chlich haben die beiden etliche Trainingssitzungen abgehalten, Ribli hat Er\u00f6ffnungstipps gegeben, Varianten empfohlen und Ratschl\u00e4ge erteilt, worauf Arik achten sollte. Nach jeder Runde hat er sich dann erkundigt, wie es gelaufen ist. Nach diesem Training hat Arik in dem Turnier auch gleich seine dritte IM-Norm gemacht.<\/p>\n<div id=\"attachment_325\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-325\" class=\"size-full wp-image-325\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/250px-Zoltan_Ribli.jpg\" alt=\"Zoltan Ribli (Foto: Wikipedia)\" width=\"250\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/250px-Zoltan_Ribli.jpg 250w, https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/250px-Zoltan_Ribli-165x300.jpg 165w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><p id=\"caption-attachment-325\" class=\"wp-caption-text\">Zoltan Ribli (Foto: Wikipedia)<\/p><\/div>\n<p><strong>JUGENDWELTMEISTERSCHAFTEN<\/strong><br \/>\nIn meiner Zeit in Bamberg feierte ich auch als Jugendlicher Erfolge und wurde zwei Mal hintereinander Deutscher Jugendmeister. In beiden Jahren qualifizierte ich mich dadurch f\u00fcr die Jugendweltmeisterschaft, wobei die erste 1991 in Manaja, in Rum\u00e4nien, stattfand.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war das eine v\u00f6llig neue Erfahrung, denn das war tats\u00e4chlich mein erstes internationales Jugendturnier. Es ging \u00fcber 13 Runden, dazu kamen noch zwei Ruhetage und so war das Turnier sehr lang. F\u00fcr mich war es gewisserma\u00dfen ein &#8220;Kennenlernturnier&#8221;. Am Ende landete ich auf dem 17. Platz, gewonnen hat damals Akopian.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, 1992, fand die Jugend-WM in Buenos Aires statt. Das war ein sch\u00f6nes Turnier und ich bin mit meinem Bruder anderthalb Wochen fr\u00fcher angereist, um mir das Land anzuschauen. In dieser Zeit durfte ich sogar einmal eine Blitzpartie gegen Kasparow spielen, in Mar del Plata, wo aus Anlass der 500-Jahr Feier Argentiniens ein Blitzturnier stattfand. Wir hatten die Ank\u00fcndigung des Blitzturniers auf einem Plakat gesehen und ich habe mich entschieden, da mitzuspielen. In der ersten Runde bescherte mir das Los Kasparow als Gegner, das ganze Brett war umlagert, ein unglaublicher Presserummel, \u00fcberall Fotografen. Die Partie selbst verlief normal, ich hatte keine wirklichen Chancen, aber immerhin hat er nach der Partie gesagt &#8220;It was a good fight.&#8221;<\/p>\n<p>Bei der Jugend-WM war ich dann allerdings immer vorne mit dabei. In der 12. und vorletzten Runde spielte ich gegen Vadim Milov und stand mit einer Qualit\u00e4t mehr sehr gut. Dann gewann ich noch eine Figur, wof\u00fcr er allerdings etwas Gegenspiel bekam. Ich wei\u00df nicht wieso, vielleicht hatte ich den Erfolg schon so sehr vor Augen, dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte, aber am Ende konterte er mich aus. Danach gewann er noch die letzte Runde und wurde Zweiter, ich gewann ebenfalls in der letzten Runde und kam auf den 9. Platz. Jugendweltmeister wurde der Argentinier Pablo Zarnicki. Insgesamt und trotz der ungl\u00fccklichen 12. Runde habe ich an Buenos Aires allerdings sch\u00f6ne Erinnerungen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Gedanken, ob ich Schachprofi werden wollte oder was ich nach meinem Abitur \u00fcberhaupt machen m\u00f6chte, habe ich mir damals allerdings nicht gemacht. Die beiden letzten Jahre vor dem Abitur, also die 12. und 13. Klasse, besuchte ich ein Jungeninternat in Bamberg. Zuf\u00e4llig genau das Internat, in dem der Film &#8220;Das fliegende Klassenzimmer&#8221; mit Blacky Fuchsberger gedreht wurde. Es war eine sehr sch\u00f6ne Zeit, wir hatten keine Verpflichtungen, ich habe jeden Tag Fu\u00dfball gespielt und nat\u00fcrlich Schach, hin und wieder gab es auch ein bisschen Schule.<\/p>\n<p><strong> DER WEG ZUM GROSSMEISTER<\/strong><br \/>\nDoch nach dem Abitur wusste ich erst einmal nicht richtig weiter und habe mir gesagt, ich spiele jetzt erst einmal ein Jahr Schach. Zur Armee musste ich zum Gl\u00fcck nicht, denn als dritter Bruder wurde ich automatisch nicht eingezogen. Noch heute erz\u00e4hlen mir meine beiden \u00e4lteren Bruder, wie dankbar ich ihnen daf\u00fcr sein sollte.<\/p>\n<p>Aber ich wollte unbedingt Gro\u00dfmeister werden, war allerdings damals noch kein IM. Zwar hatte ich nach meiner Zeit bei Bayern mit 2490 meine f\u00fcr lange Zeit h\u00f6chste Zahl, aber noch keinen Titel. Doch 1993 spielte ich nach der Jugend-WM im Januar, im Februar und im M\u00e4rz in Montpellier, Budapest und Verdun drei Turniere in drei Monaten und habe in jedem dieser Turniere eine IM-Norm gemacht und damit hatte ich auch den Titel.<\/p>\n<p>Ohnehin war 1993 ein erfolgreiches Jahr, denn da habe ich gleich auch noch meine 1. GM-Norm gemacht und zwei GM-Turniere gewonnen. Und mit den Bayern wurde ich damals regelm\u00e4\u00dfig Mannschaftsmeister, wobei mein Beitrag daran leider meist relativ gering war. Ein Highlight bei den Bayern war f\u00fcr mich jedoch immer die Deutsche Mannschaftsblitzmeisterschaft, denn dort sind meist Bischoff, Stangl, Kindermann und ich angetreten und haben regelm\u00e4\u00dfig gewonnen.<\/p>\n<p>1994 kam f\u00fcr mich dann eine Phase der schachlichen Konsolidierung. In diesem Jahr habe ich meine Elo-Zahl lediglich best\u00e4tigt, aber nichts gewonnen. 1994 war auch das Jahr, in dem Heinrich Jellissen starb und Bayern M\u00fcnchen auseinander brach. Ich bin dann nach W\u00fcrzburg gegangen und habe f\u00fcr W\u00fcrzburg in der 2. Liga Ost gespielt. Das war wieder eine gute Truppe, denn fast alle Spieler kamen aus W\u00fcrzburg oder Umgebung.<br \/>\nIn W\u00fcrzburg habe ich auch Mathematik und Sport studiert, ernsthaft allerdings nur ein paar Semester. Ich erinnere mich noch, dass ich einmal in Kopenhagen ein Turnier gespielt habe, das mir so gut gefallen hat, dass ich gleich noch ein Turnier drangeh\u00e4ngt habe. Und so verging wieder ein Semester. Mein Bruder hat zu diesem Thema einmal geschrieben: &#8220;Schach war immer sein Lebensmittelpunkt und profanere Dinge wie die Berufswahl mussten dahinter zur\u00fcckstehen.&#8221; Tats\u00e4chlich war es f\u00fcr mich das Wichtigste, Gro\u00dfmeister zu werden.<\/p>\n<p>1995 kam dann meine zweite GM-Norm, in New York, wo ich zwei Turniere gespielt habe \u2013 und auch das war eine sehr sch\u00f6ne Zeit. Generell reise ich gern und suche gezielt nach Turnieren, die in L\u00e4ndern stattfinden, in denen ich noch nicht war. Allerdings mag ich bestimmte L\u00e4nder nat\u00fcrlich besonders gern. Ich bin z.B. ein gro\u00dfer Fan von Amerika, da gef\u00e4llt es mir sehr gut. Was St\u00e4dte betrifft, so mag ich Kopenhagen und Budapest.<\/p>\n<p>Da ich gerne unterwegs bin, habe ich einer Saison auch einmal in f\u00fcnf Ligen parallel gespielt: In Deutschland, \u00d6sterreich, England, Frankreich und in Island. Das klingt anstrengend, aber wenn man nichts anderes macht au\u00dfer Schachspielen, dann geht das. Der Kontakt nach Island ergab sich einmal w\u00e4hrend eines Turniers, das ich dort gespielt habe. In Island wird die Liga allerdings in einem anderen Modus als in Deutschland ausgetragen. Erst spielen die Isl\u00e4nder ihre Ligenk\u00e4mpfe, alle Mannschaftsk\u00e4mpfe direkt hintereinander, dann kommt ein Schnellschachturnier und zum Abschluss dann ein gro\u00dfes Open.<\/p>\n<p>In Frankreich habe ich f\u00fcr einen Verein aus einem kleinen Vorort von Paris gespielt, auch der Kontakt hatte sich fr\u00fcher einmal w\u00e4hrend eines Turniers ergeben. Auch in England hat mich ein Bekannter gefragt, ob ich nicht dort spielen will. Der Kontakt zur \u00d6sterreichischen Liga schlie\u00dflich kam durch J\u00f6rg Hickl zustande. Aber wo ich in Deutschland spiele, das habe ich mir selbst ausgesucht. Au\u00dferdem bin ich bei vielen Turnieren gewesen und viel herumgereist.<\/p>\n<p>1997\/98 habe ich beim Rilton-Cup in Stockholm meine dritte und letzte Norm gemacht und war damit endlich Gro\u00dfmeister geworden. Die entscheidende Partie spielte ich gegen den Schweden Jonny Hector. Hector ist immer ein dankbarer Gegner, wenn man eine Entscheidung braucht. Er ist bekannt f\u00fcr sein scharfes aggressives Schach und spielt gerne einmal auf Chance.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/250px-Hector_Jonny.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-320 \" title=\"Jonny Hector\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/250px-Hector_Jonny.jpg\" alt=\"Jonny Hector\" width=\"250\" height=\"188\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jonny Hector (Foto: Wikipedia)&nbsp;<\/p>\n<p>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e23e3beac0b-1\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Rilton Cup 9798&quot;]\r\n[Site &quot;Stockholm&quot;]\r\n[Date &quot;1998.??.??&quot;]\r\n[Round &quot;8&quot;]\r\n[White &quot;Hector, Jonny&quot;]\r\n[Black &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[Result &quot;0-1&quot;]\r\n[ECO &quot;B43&quot;]\r\n[WhiteElo &quot;2470&quot;]\r\n[BlackElo &quot;2490&quot;]\r\n[Annotator &quot;Michael Bezold&quot;]\r\n[PlyCount &quot;100&quot;]\r\n[EventDate &quot;1997.12.??&quot;]\r\n[EventType &quot;swiss&quot;]\r\n[EventRounds &quot;9&quot;]\r\n[EventCountry &quot;SWE&quot;]\r\n\r\n1. e4 c5 2. Nf3 e6 3. d4 cxd4\r\n4. Nxd4 a6 {Die Paulsen-Variante ist ein System, das ich Ribli verdanke.\r\nDamals habe ich vor allem mit Schwarz gepunktet. Mein Ergebnis mit Wei\u00df war\r\nnicht besonders \u00fcberzeugend und ich habe immer ein bisschen schlapp gespielt.\r\nMit Schwarz habe ich dagegen viele Partien gewonnen. Das liegt vielleicht auch\r\nan meinem Spielstil. Ich bin ein Anh\u00e4nger soliden Verteidigungsspiels und\r\nkontere dann gerne.} 5. Nc3 b5 6. Bd3 Qb6 {Das war damals modern.} 7. Nb3 Qc7 {\r\nDiesen Zug hat mir Alberto David gezeigt, mit dem ich damals in Kopenhagen ein\r\nZimmer geteilt habe.} 8. O-O d6 {Kein guter Zug. Schwarz sollte &#8230;Lb7 spielen.\r\nDer Nachteil von &#8230;d6 besteht darin, dass Schwarz die Verbindung des L\u00e4ufers\r\nf8 nach b4 unterbricht. D.h., wenn Schwarz b4 spielt, dann k\u00f6nnte dieser Bauer\r\nleicht schwach werden.} 9. Qe1 {Wirkt auf den ersten Blick komisch, ist aber\r\nein multifunktionaler Zug. Wei\u00df m\u00f6chte f4 spielen und kann dann mit der Dame\r\nnach g3. Ich hatte allerdings mehr Angst vor a4 b4 Sa2 mit Angriff auf b4.} b4\r\n10. Nd1 Nc6 11. a3 bxa3 12. Rxa3 Nf6 13. Bf4 Be7 14. Qc3 e5 {Riskant, aber ich\r\nwollte halt etwas probieren.} 15. Bg5 d5 16. Bxf6 {Die Folgen dieses Zuges\r\nhatte ich \u00fcbersehen. Ich dachte, ich k\u00f6nnte jetzt einfach d4 spielen, habe\r\naber den darauf folgenden Konter \u00fcbersehen. Und eigentlich wollte ich eine\r\nruhige Partie, in der er angreift und ich dann Gegenchancen habe, aber\r\nkeinesfalls eine Partie, in der das Brett nach wenigen Z\u00fcgen in Flammen steht.\r\nIn der Partie geschah dennoch} d4 {aber das war eine Notgeburt. Tats\u00e4chlich\r\nist die Abwicklung gut f\u00fcr Schwarz.} 17. Bxe5 dxc3 18. Bxc7 cxb2 {Jetzt h\u00e4ngt\r\na3 und der schwarze Bauer droht mit Umwandlung.} 19. Rxa6 (19. Nxb2 Bxa3 20.\r\nNc4 {h\u00e4tte Wei\u00df meiner Ansicht nach mehr Kompensation gegeben.}) 19... Bxa6 20.\r\nNxb2 O-O 21. Nd2 Rfc8 22. Bf4 Nb4 23. Ndc4 Bc5 24. Be3 Bxe3 25. fxe3 {Sieht\r\nsehr verpflichtend aus, aber Hector spielt eben gerne auf Chance.} Rc7 26. Ra1\r\nRb8 27. Ra4 Bc8 28. Kf1 Bd7 29. Ra3 Be6 30. Ra4 g5 {Die nun folgende\r\nAbwicklung war von mir durchaus gewollt.} 31. Ke1 Nxc2+ 32. Bxc2 Rxb2 33. Nxb2\r\nRxc2 34. Nd3 Rxg2 35. Ra5 h6 36. h4 gxh4 37. Rh5 Re2+ 38. Kxe2 Bg4+ 39. Kf2\r\nBxh5 40. Nf4 Bg4 41. e5 Kg7 42. Ng2 h3 43. Nf4 h5 44. Kg3 Kh6 45. Nxh3 Bxh3 46.\r\nKxh3 Kg5 47. Kg3 h4+ 48. Kh2 Kg4 49. Kg2 h3+ 50. Kf2 h2 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-1\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Rilton Cup 9798\\\"]\\r\\n[Site \\\"Stockholm\\\"]\\r\\n[Date \\\"1998.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"8\\\"]\\r\\n[White \\\"Hector, Jonny\\\"]\\r\\n[Black \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"B43\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2470\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2490\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Michael Bezold\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"100\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1997.12.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"swiss\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"9\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"SWE\\\"]\\r\\n\\r\\n1. e4 c5 2. Nf3 e6 3. d4 cxd4\\r\\n4. Nxd4 a6 {Die Paulsen-Variante ist ein System, das ich Ribli verdanke.\\r\\nDamals habe ich vor allem mit Schwarz gepunktet. Mein Ergebnis mit Wei\\u00df war\\r\\nnicht besonders \\u00fcberzeugend und ich habe immer ein bisschen schlapp gespielt.\\r\\nMit Schwarz habe ich dagegen viele Partien gewonnen. Das liegt vielleicht auch\\r\\nan meinem Spielstil. Ich bin ein Anh\\u00e4nger soliden Verteidigungsspiels und\\r\\nkontere dann gerne.} 5. Nc3 b5 6. Bd3 Qb6 {Das war damals modern.} 7. Nb3 Qc7 {\\r\\nDiesen Zug hat mir Alberto David gezeigt, mit dem ich damals in Kopenhagen ein\\r\\nZimmer geteilt habe.} 8. O-O d6 {Kein guter Zug. Schwarz sollte &#8230;Lb7 spielen.\\r\\nDer Nachteil von &#8230;d6 besteht darin, dass Schwarz die Verbindung des L\\u00e4ufers\\r\\nf8 nach b4 unterbricht. D.h., wenn Schwarz b4 spielt, dann k\\u00f6nnte dieser Bauer\\r\\nleicht schwach werden.} 9. Qe1 {Wirkt auf den ersten Blick komisch, ist aber\\r\\nein multifunktionaler Zug. Wei\\u00df m\\u00f6chte f4 spielen und kann dann mit der Dame\\r\\nnach g3. Ich hatte allerdings mehr Angst vor a4 b4 Sa2 mit Angriff auf b4.} b4\\r\\n10. Nd1 Nc6 11. a3 bxa3 12. Rxa3 Nf6 13. Bf4 Be7 14. Qc3 e5 {Riskant, aber ich\\r\\nwollte halt etwas probieren.} 15. Bg5 d5 16. Bxf6 {Die Folgen dieses Zuges\\r\\nhatte ich \\u00fcbersehen. Ich dachte, ich k\\u00f6nnte jetzt einfach d4 spielen, habe\\r\\naber den darauf folgenden Konter \\u00fcbersehen. Und eigentlich wollte ich eine\\r\\nruhige Partie, in der er angreift und ich dann Gegenchancen habe, aber\\r\\nkeinesfalls eine Partie, in der das Brett nach wenigen Z\\u00fcgen in Flammen steht.\\r\\nIn der Partie geschah dennoch} d4 {aber das war eine Notgeburt. Tats\\u00e4chlich\\r\\nist die Abwicklung gut f\\u00fcr Schwarz.} 17. Bxe5 dxc3 18. Bxc7 cxb2 {Jetzt h\\u00e4ngt\\r\\na3 und der schwarze Bauer droht mit Umwandlung.} 19. Rxa6 (19. Nxb2 Bxa3 20.\\r\\nNc4 {h\\u00e4tte Wei\\u00df meiner Ansicht nach mehr Kompensation gegeben.}) 19... Bxa6 20.\\r\\nNxb2 O-O 21. Nd2 Rfc8 22. Bf4 Nb4 23. Ndc4 Bc5 24. Be3 Bxe3 25. fxe3 {Sieht\\r\\nsehr verpflichtend aus, aber Hector spielt eben gerne auf Chance.} Rc7 26. Ra1\\r\\nRb8 27. Ra4 Bc8 28. Kf1 Bd7 29. Ra3 Be6 30. Ra4 g5 {Die nun folgende\\r\\nAbwicklung war von mir durchaus gewollt.} 31. Ke1 Nxc2+ 32. Bxc2 Rxb2 33. Nxb2\\r\\nRxc2 34. Nd3 Rxg2 35. Ra5 h6 36. h4 gxh4 37. Rh5 Re2+ 38. Kxe2 Bg4+ 39. Kf2\\r\\nBxh5 40. Nf4 Bg4 41. e5 Kg7 42. Ng2 h3 43. Nf4 h5 44. Kg3 Kh6 45. Nxh3 Bxh3 46.\\r\\nKxh3 Kg5 47. Kg3 h4+ 48. Kh2 Kg4 49. Kg2 h3+ 50. Kf2 h2 0-1\",\"pieceSymbols\":\"localized\",\"navigationBoard\":\"scrollLeft\",\"showFlipButton\":true,\"showDownloadButton\":true,\"navigationBoardOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false},\"diagramOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false}});\n\t\t});\n\t<\/script>\n<\/div>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerAfter\"><\/p>\n<br \/>\n<strong> SPIELSTIL<\/strong><br \/>\nGenerell spiele ich lieber, als dass ich analysiere. Auch meine eigenen Partien analysiere ich ganz selten, es sei denn, ich f\u00fchre sie einmal \u00f6ffentlich vor. Allerdings habe ich viele B\u00fccher gelesen und ein paar haben mich besonders beeindruckt. Mein System von Nimzowitsch z.B. oder die B\u00fccher von Nunn. Und der rum\u00e4nische Gro\u00dfmeister Suba hat ein sehr interessantes Buch \u00fcber <em>Dynamic Chess Strategy<\/em> geschrieben, das mich beeindruckt hat.<\/p>\n<p>Generell schaue ich mir die B\u00fccher gerne an, die von Spielern geschrieben sind, die mich begeistern. Z.B. lese ich die B\u00fccher von Mihai Marin sehr gerne. Er stammt ebenfalls aus Rum\u00e4nien, seine B\u00fccher haben gute Kritiken bekommen, ich kenne ihn pers\u00f6nlich, er ist ein angenehmer Typ, und wenn man mit ihm analysiert, dann merkt man, dass er Schach versteht.<br \/>\nIch selbst verteidige, provoziere und kontere gerne. Die folgenden Partien sind typisch.<\/p>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e23e3beac0b-2\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Balatonbereny GM&quot;]\r\n[Site &quot;Balatonbereny&quot;]\r\n[Date &quot;1995.??.??&quot;]\r\n[Round &quot;7&quot;]\r\n[White &quot;Tolnai, Tibor&quot;]\r\n[Black &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[Result &quot;0-1&quot;]\r\n[ECO &quot;B07&quot;]\r\n[WhiteElo &quot;2455&quot;]\r\n[BlackElo &quot;2490&quot;]\r\n[Annotator &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[PlyCount &quot;66&quot;]\r\n[EventDate &quot;1995.08.??&quot;]\r\n[EventType &quot;tourn&quot;]\r\n[EventRounds &quot;11&quot;]\r\n[EventCountry &quot;HUN&quot;]\r\n[EventCategory &quot;11&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;2004.01.01&quot;]\r\n\r\n1. e4 d6 2. d4 Nf6 3. Nc3 c6 {Solche Er\u00f6ffnungen spiele ich gerne. Es ist nicht so, dass ich Komplikationen\r\nunbedingt vermeide, ich m\u00f6chte nur Theorievarianten vermeiden.} 4. f4 Qa5 5.\r\nBd3 e5 6. dxe5 dxe5 7. f5 {Das war damals Mode.} b5 8. Qf3 Nbd7 9. Bd2 Nc5 10.\r\nNd5 Qd8 11. Nxf6+ gxf6 {Ein guter Zug. Nach &#8230;Dxf6 kommt Wei\u00df schnell zu g4,\r\ng5 und das ist gef\u00e4hrlich f\u00fcr Schwarz. &#8230;gxf6 st\u00e4rkt das Zentrum, der\r\nschwarze K\u00f6nig steht sicherer, die g-Linie \u00f6ffnet sich.} 12. Be2 Qd4 13. Bc3\r\nQxe4 14. b4 Qxf3 15. Bxf3 e4 16. Bxf6 exf3 17. Nxf3 Rg8 18. bxc5 Bxf5 19. O-O-O\r\nRg6 20. Rhe1+ Be6 21. Bh4 Bxc5 22. g3 Rg4 {Mit der Idee Ta4.} 23. c3 h6 24. Bf6\r\nRa4 25. Nd4 Bxd4 26. Rxd4 Rxa2 {Jetzt haben wir zwar eine Stellung mit\r\nungleichfarbigen L\u00e4ufern, aber Schwarz ist dennoch deutlich im Vorteil. Der\r\nAnton, der a-Bauer, macht am Ende das Rennen.} 27. Rh4 Kd7 28. Kb1 Rg2 29. Rxh6\r\nRe8 30. Kc1 a5 31. Bd4 a4 32. Bc5 a3 33. Rd1+ Kc7 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-2\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Balatonbereny GM\\\"]\\r\\n[Site \\\"Balatonbereny\\\"]\\r\\n[Date \\\"1995.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"7\\\"]\\r\\n[White \\\"Tolnai, Tibor\\\"]\\r\\n[Black \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"B07\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2455\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2490\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"66\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1995.08.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"tourn\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"11\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"HUN\\\"]\\r\\n[EventCategory \\\"11\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"2004.01.01\\\"]\\r\\n\\r\\n1. e4 d6 2. d4 Nf6 3. Nc3 c6 {Solche Er\\u00f6ffnungen spiele ich gerne. Es ist nicht so, dass ich Komplikationen\\r\\nunbedingt vermeide, ich m\\u00f6chte nur Theorievarianten vermeiden.} 4. f4 Qa5 5.\\r\\nBd3 e5 6. dxe5 dxe5 7. f5 {Das war damals Mode.} b5 8. Qf3 Nbd7 9. Bd2 Nc5 10.\\r\\nNd5 Qd8 11. Nxf6+ gxf6 {Ein guter Zug. Nach &#8230;Dxf6 kommt Wei\\u00df schnell zu g4,\\r\\ng5 und das ist gef\\u00e4hrlich f\\u00fcr Schwarz. &#8230;gxf6 st\\u00e4rkt das Zentrum, der\\r\\nschwarze K\\u00f6nig steht sicherer, die g-Linie \\u00f6ffnet sich.} 12. Be2 Qd4 13. Bc3\\r\\nQxe4 14. b4 Qxf3 15. Bxf3 e4 16. Bxf6 exf3 17. Nxf3 Rg8 18. bxc5 Bxf5 19. O-O-O\\r\\nRg6 20. Rhe1+ Be6 21. Bh4 Bxc5 22. g3 Rg4 {Mit der Idee Ta4.} 23. c3 h6 24. Bf6\\r\\nRa4 25. Nd4 Bxd4 26. Rxd4 Rxa2 {Jetzt haben wir zwar eine Stellung mit\\r\\nungleichfarbigen L\\u00e4ufern, aber Schwarz ist dennoch deutlich im Vorteil. Der\\r\\nAnton, der a-Bauer, macht am Ende das Rennen.} 27. Rh4 Kd7 28. Kb1 Rg2 29. Rxh6\\r\\nRe8 30. Kc1 a5 31. Bd4 a4 32. Bc5 a3 33. 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Nc3 d6 4. Be3 a6 5. h4 h6 {Hier\r\nwird eigentlich immer &#8230;h5 empfohlen, aber einen Zug wie &#8230;h5 spiele ich\r\nnicht gern. Der wei\u00dfe Springer bekommt dann auf g5 ein starkes Feld.} 6. Bd3\r\nNd7 7. h5 g5 {Meine Idee war es jetzt, mit &#8230;c5 das Feld e5 freizuschaufeln.}\r\n8. Nge2 c5 9. dxc5 dxc5 10. a4 e6 {In dieser Stellung hat Wei\u00df bestimmt keinen\r\nVorteil mehr. Er hat kein richtiges Spiel und seine Figuren stehen\r\nunharmonisch. Die Er\u00f6ffnung lief sehr gut f\u00fcr Schwarz.} 11. g3 Qc7 12. Ng1 b6\r\n13. Bd2 Bb7 14. f4 Ne7 15. Qe2 Nc6 16. Nf3 g4 {Schwarz hat nat\u00fcrlich eine gute\r\nStellung, aber die Frage ist, wie man weiter macht. Ich entschloss mich zu\r\neinem Bauernopfer. Es passiert relativ selten, dass ich Bauern gebe, aber\r\nmanchmal muss es eben sein. In diesem Fall bekomme ich mehr als ausreichend\r\nKompensation.} 17. Nh4 Nd4 18. Qxg4 Rg8 19. Qd1 c4 20. Bf1 Nc5 21. Bg2 O-O-O\r\n22. Rc1 f5 23. O-O fxe4 24. Qe1 Bf6 25. Ng6 Nf5 26. Kh2 Kb8 {Ein\r\nSicherheitszug, um bei m\u00f6glichen taktischen Abwicklungen ein eventuelles\r\nSchach auf e6 zu vermeiden.} 27. Rf2 Qc6 28. Bh1 Nd4 29. Be3 Nf3+ 30. Bxf3 exf3\r\n31. Bxc5 Qxc5 32. Rd2 {und Wei\u00df gab gleichzeitig auf. Nach &#8230;Txd2 Dxd2 Dxh5\r\nverliert er Haus und Hof.} 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-3\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Cap d'Agde op\\\"]\\r\\n[Site \\\"Cap d'Agde\\\"]\\r\\n[Date \\\"1998.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"3\\\"]\\r\\n[White \\\"Degraeve, Jean Marc\\\"]\\r\\n[Black \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"B06\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2525\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2490\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"63\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1998.??.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"swiss\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"9\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"FRA\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"1999.11.16\\\"]\\r\\n\\r\\n1. e4 g6 2. d4 Bg7 3. Nc3 d6 4. Be3 a6 5. h4 h6 {Hier\\r\\nwird eigentlich immer &#8230;h5 empfohlen, aber einen Zug wie &#8230;h5 spiele ich\\r\\nnicht gern. Der wei\\u00dfe Springer bekommt dann auf g5 ein starkes Feld.} 6. Bd3\\r\\nNd7 7. h5 g5 {Meine Idee war es jetzt, mit &#8230;c5 das Feld e5 freizuschaufeln.}\\r\\n8. Nge2 c5 9. dxc5 dxc5 10. a4 e6 {In dieser Stellung hat Wei\\u00df bestimmt keinen\\r\\nVorteil mehr. Er hat kein richtiges Spiel und seine Figuren stehen\\r\\nunharmonisch. Die Er\\u00f6ffnung lief sehr gut f\\u00fcr Schwarz.} 11. g3 Qc7 12. Ng1 b6\\r\\n13. Bd2 Bb7 14. f4 Ne7 15. Qe2 Nc6 16. Nf3 g4 {Schwarz hat nat\\u00fcrlich eine gute\\r\\nStellung, aber die Frage ist, wie man weiter macht. Ich entschloss mich zu\\r\\neinem Bauernopfer. Es passiert relativ selten, dass ich Bauern gebe, aber\\r\\nmanchmal muss es eben sein. In diesem Fall bekomme ich mehr als ausreichend\\r\\nKompensation.} 17. Nh4 Nd4 18. Qxg4 Rg8 19. Qd1 c4 20. Bf1 Nc5 21. Bg2 O-O-O\\r\\n22. Rc1 f5 23. O-O fxe4 24. Qe1 Bf6 25. Ng6 Nf5 26. Kh2 Kb8 {Ein\\r\\nSicherheitszug, um bei m\\u00f6glichen taktischen Abwicklungen ein eventuelles\\r\\nSchach auf e6 zu vermeiden.} 27. Rf2 Qc6 28. Bh1 Nd4 29. Be3 Nf3+ 30. Bxf3 exf3\\r\\n31. Bxc5 Qxc5 32. Rd2 {und Wei\\u00df gab gleichzeitig auf. Nach &#8230;Txd2 Dxd2 Dxh5\\r\\nverliert er Haus und Hof.} 0-1\",\"pieceSymbols\":\"localized\",\"navigationBoard\":\"scrollLeft\",\"showFlipButton\":true,\"showDownloadButton\":true,\"navigationBoardOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false},\"diagramOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false}});\n\t\t});\n\t<\/script>\n<\/div>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerAfter\"><\/p>\n<br \/>\nGegen den Amerikaner Ashley gelang mir einmal eine wirkliche Verteidigungsleistung. Bereits kurz nach der Er\u00f6ffnung geriet mein K\u00f6nig in Gefahr und in haarstr\u00e4ubenden Komplikationen konnte er sich immer wieder retten. Als sich Schwarz im Endspiel endlich konsolidieren konnte, stand Wei\u00df schnell auf Verlust.<\/p>\n<p>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e23e3beac0b-4\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Mermaid Beach Club&quot;]\r\n[Site &quot;Bermuda&quot;]\r\n[Date &quot;1997.??.??&quot;]\r\n[Round &quot;2&quot;]\r\n[White &quot;Ashley, Maurice&quot;]\r\n[Black &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[Result &quot;0-1&quot;]\r\n[ECO &quot;B48&quot;]\r\n[WhiteElo &quot;2465&quot;]\r\n[BlackElo &quot;2500&quot;]\r\n[Annotator &quot;Bezold, Michael, Ribli, Zoltan&quot;]\r\n[PlyCount &quot;148&quot;]\r\n[EventDate &quot;1997.01.??&quot;]\r\n[EventType &quot;tourn&quot;]\r\n[EventRounds &quot;11&quot;]\r\n[EventCountry &quot;BER&quot;]\r\n[EventCategory &quot;11&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;2004.01.01&quot;]\r\n\r\n1. e4 c5 2. Nf3 e6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 a6 5. Nc3 Qc7 6. Bd3 Nc6 7. Be3 b5 8. O-O\r\nBb7 9. Qe2 Nf6 10. Rad1 Ne5 $1 11. h3 $146 b4 12. Na4 d5 {Ein scharfer\r\nGegensto\u00df im Zentrum. Schwarz riskiert einiges, denn sein K\u00f6nig steht noch in\r\nder Mitte. In den n\u00e4chsten Z\u00fcgen wird das Spiel taktisch kompliziert und\r\nSchwarz muss sich sehr genau verteidigen.} 13. exd5 Nxd5 14. Be4 Rd8 ({Nach}\r\n14... Be7 {kommt Wei\u00df mit} 15. Nf5 exf5 16. Bxd5 Bxd5 17. Rxd5 {in Vorteil.})\r\n15. Nb3 Bc6 ({Auf} 15... Nc4 {folgt} 16. Bg5 {mit wei\u00dfer Initiative.}) 16. Bxd5\r\nBb5 {Dieser Zwischenzug ist erzwungen.} ({Nach} 16... Bxd5 17. Bb6 $16) ({oder\r\n} 16... Rxd5 17. Qxa6 $16 {bleibt Wei\u00df im Vorteil.}) 17. Qh5 $13 ({Oder} 17. c4\r\nbxc3 {bzw.}) (17. Bb6 Qxb6 18. Qxe5 Bxa4 $13 {in beiden F\u00e4llen mit unklarem\r\nSpiel.}) 17... g6 18. Bb6 (18. Qg5 Be7) 18... Qb8 ({Nicht} 18... Qxb6 19. Qxe5\r\n$18) 19. Qg5 Be7 ({Wieder darf Schwarz die Figur nicht sofort zur\u00fccknehmen:}\r\n19... Rxd5 20. Rxd5 exd5 21. Re1 $16) 20. Qh6 Rxd5 21. Rxd5 (21. Qg7 Kd7) 21...\r\nexd5 22. Qg7 Kd7 {[#]} 23. Ba7 $2 {Wei\u00df greift fehl. Ribli gibt in seinen\r\nAnalysen folgende Variante als gut f\u00fcr Wei\u00df an:} (23. Bd4 $1 Bxf1 (23... Rg8\r\n24. Nac5+ $18) 24. Bxe5 Rg8 25. Bxb8 Rxg7 26. Kxf1 Kc6 27. Nd4+ $16) 23... Qxa7\r\n24. Qxh8 f6 25. Rd1 $6 ({Hier empfiehlt Ribli} 25. Qg8 {mit Kompensation f\u00fcr\r\nWei\u00df, z.B.} Bxa4 (25... Bxf1 26. Qxd5+ $16) 26. Qxd5+ Ke8 (26... Kc7 27. Qa5+)\r\n27. Qg8+ Bf8 $14) 25... Bxa4 26. Rxd5+ Kc6 $5 {Jetzt hat Schwarz zwei\r\nLeichtfiguren f\u00fcr Turm und Bauer, und wenn er sich konsolidieren kann, kommt\r\ner in Vorteil.} 27. Qg8 Qc7 28. f4 Bxb3 29. axb3 Nd7 30. Qe6+ Bd6 31. Rd1 Qb6+\r\n32. Kh1 Qc5 33. Qe4+ Kc7 {Allm\u00e4hlich kann sich der schwarze K\u00f6nig sicherer\r\nf\u00fchlen und Wei\u00df ger\u00e4t zunehmend in die Defensive.} 34. Qe2 a5 35. Qa6 ({Besser\r\nwar es laut Ribli, den Bauern f4 zu decken.} 35. g3) 35... Bxf4 {Jetzt steht\r\nSchwarz klar besser.} 36. Qe6 Bd6 37. Rd5 Qb6 38. Qe2 Ne5 39. Rd1 Kd7 40. Qd2\r\nKe6 41. Qe2 h5 42. Re1 Qd4 43. Qa6 Qd2 44. Rf1 Qxc2 45. Qa8 Qc7 46. Qg8+ Qf7\r\n47. Qa8 Qf8 48. Qxa5 Be7 {[#]Langsam aber sicher konsolidiert sich Schwarz und\r\ndann steht Wei\u00df mit seinem Turm auf verlorenem Posten.} 49. Rd1 Kf7 50. Qc7 Qa8\r\n51. Qc2 Qc6 52. Qe2 Qe6 53. Qe3 g5 54. Qe4 Ng6 55. Qc4 g4 56. hxg4 hxg4 57. Re1\r\nNe5 58. Qe4 Kg7 59. Qb7 Qf7 60. Rc1 Bd6 61. Qxf7+ Kxf7 62. Rd1 Ke6 63. Kg1 f5\r\n64. Kf1 Bc5 65. Rd8 f4 66. Rg8 f3 67. g3 Kd5 68. Rc8 Bd4 69. Re8 Ke4 70. Rb8\r\nKd3 71. Rd8 f2 72. Re8 Nf3 73. Kg2 Nd2 74. Kh2 f1=R $1 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-4\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Mermaid Beach Club\\\"]\\r\\n[Site \\\"Bermuda\\\"]\\r\\n[Date \\\"1997.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"2\\\"]\\r\\n[White \\\"Ashley, Maurice\\\"]\\r\\n[Black \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"B48\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2465\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2500\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Bezold, Michael, Ribli, Zoltan\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"148\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1997.01.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"tourn\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"11\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"BER\\\"]\\r\\n[EventCategory \\\"11\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"2004.01.01\\\"]\\r\\n\\r\\n1. e4 c5 2. 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Ich wollte ihn mit Caro-Kann \u00fcberraschen &#8211; und das ist auch gegl\u00fcckt.<br \/>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e23e3beac0b-5\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;BL2-O 9899&quot;]\r\n[Site &quot;Germany&quot;]\r\n[Date &quot;1999.02.21&quot;]\r\n[Round &quot;6.1&quot;]\r\n[White &quot;Cicak, Slavko&quot;]\r\n[Black &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[Result &quot;0-1&quot;]\r\n[ECO &quot;B17&quot;]\r\n[WhiteElo &quot;2460&quot;]\r\n[BlackElo &quot;2490&quot;]\r\n[Annotator &quot;Bezold,Michael&quot;]\r\n[PlyCount &quot;75&quot;]\r\n[EventDate &quot;1998.10.??&quot;]\r\n[EventType &quot;team&quot;]\r\n[EventRounds &quot;9&quot;]\r\n[EventCountry &quot;GER&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;1999.07.01&quot;]\r\n[WhiteTeam &quot;Schott Mainz&quot;]\r\n[BlackTeam &quot;Wuerzburg&quot;]\r\n[WhiteTeamCountry &quot;GER&quot;]\r\n[BlackTeamCountry &quot;GER&quot;]\r\n\r\n1. e4 c6 2. d4 d5 3. Nd2 dxe4 4. Nxe4 Nd7 5. Nf3 Ngf6 6. Ned2 e6 7.\r\ng3 b6 8. Bg2 Bb7 9. Ne5 Qc7 10. Nxd7 Qxd7 11. Nf3 c5 12. c3 Qc8 13. O-O Be7 14.\r\na4 O-O 15. a5 b5 16. Bg5 h6 17. Bxf6 Bxf6 18. dxc5 Qxc5 {Die Er\u00f6ffnung lief\r\ngut f\u00fcr Schwarz und er steht besser.} 19. Nd2 Bxg2 20. Kxg2 Qd5+ 21. f3 Rfd8\r\n22. Ne4 Be7 23. Qc2 f5 24. Rfd1 Qc4 25. b3 Qc6 26. Nf2 Bf6 27. Rac1 Bg5 28. Rb1\r\nRac8 29. Qe2 Kf7 30. Nd3 Qxc3 31. Ne5+ Kg8 32. f4 Qc2 33. Qxc2 Rxc2+ 34. Kg1\r\nBf6 35. Rxd8+ Bxd8 36. a6 Ra2 37. Rc1 Bb6+ 38. Kh1 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-5\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"BL2-O 9899\\\"]\\r\\n[Site \\\"Germany\\\"]\\r\\n[Date \\\"1999.02.21\\\"]\\r\\n[Round \\\"6.1\\\"]\\r\\n[White \\\"Cicak, Slavko\\\"]\\r\\n[Black \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"B17\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2460\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2490\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Bezold,Michael\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"75\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1998.10.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"team\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"9\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"GER\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"1999.07.01\\\"]\\r\\n[WhiteTeam \\\"Schott Mainz\\\"]\\r\\n[BlackTeam \\\"Wuerzburg\\\"]\\r\\n[WhiteTeamCountry \\\"GER\\\"]\\r\\n[BlackTeamCountry \\\"GER\\\"]\\r\\n\\r\\n1. e4 c6 2. d4 d5 3. 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Wir haben jeden Tag ein bis drei Stunden trainiert, ich musste meine Partien vorf\u00fchren und erz\u00e4hlen, was ich mir dabei gedacht habe. Am Ende hat Botvinnik dann ein Res\u00fcmee mit meinen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen aufgestellt. Die Liste mit den Schw\u00e4chen war lang, und damit ich besser werde, hat er mir sein Buch \u00fcber Karpows Weg zur Weltmeisterschaft empfohlen. Die Liste mit St\u00e4rken hingegen war sehr kurz und enthielt nur einen Punkt: Er sagte, er sieht, dass ich sehr gerne Schach spiele.<\/p>\n<p>So war er eben. Aber es war beeindruckend. In nur wenigen Partien hat er gesehen, dass ich eigentlich viel lieber Blitz spiele. Botvinnik hat Schach wirklich verstanden, er konnte Schach lesen, er brauchte nur ein bisschen was zu sehen und wusste schon Bescheid.<\/p>\n<div id=\"attachment_321\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/220px-Mikhail_Botvinnik_1962.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-321\" class=\"size-full wp-image-321\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/220px-Mikhail_Botvinnik_1962.jpg\" alt=\"Michail Botwinnik (Foto: Wikipedia)\" width=\"220\" height=\"273\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-321\" class=\"wp-caption-text\">Michail Botwinnik (Foto: Wikipedia)<\/p><\/div>\n<p>Sehr bekannt ist auch, dass Bobby Fischer 1991 f\u00fcr drei Monate in der Pulverm\u00fchle zu Gast war. Er war in dieser Zeit tats\u00e4chlich in die Familie integriert. Allerdings hat er nie verraten, was er gemacht hat, als er zeitweilig von der Schachszene verschwunden war. Da hat er immer abgeblockt.<\/p>\n<p>Fischers Zugang zum Schach war ganz anders als der von Botwinnik. W\u00e4hrend Botwinnik kaum konkret analysiert hat, sondern immer allgemeine Ratschl\u00e4ge und Einsch\u00e4tzungen gab, war Fischer sehr konkret. Er wollte immer alles ganz genau wissen und sein Schach war absolut beeindruckend. Er hatte ein unglaubliches Gesp\u00fcr f\u00fcr die Stellung, einen sehr tiefen Blick f\u00fcr die jeweiligen M\u00f6glichkeiten und er hat das Wesen der Stellung immer schnell erkannt, taktische Tricks und M\u00f6glichkeiten sowieso. Eigentlich wusste er fast immer, was zu tun ist. Er f\u00e4llte kategorische Urteile, war aber immer objektiv, und wenn er sich \u2013 was selten vorkam \u2013 in seiner Einsch\u00e4tzung der Stellung geirrt hatte, dann gab er das zu und revidierte sein Urteil. Die Wahrheit im Schach stand f\u00fcr ihn an h\u00f6chster Stelle, er versuchte die Stellung objektiv einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Und Fischer war auch zu dieser Zeit immer noch ein Schachfanatiker, der eigentlich jede Nacht aufblieb und Schach spielte. Auch meine Partien wollte er immer sehen. Zu der Zeit lief auch das Match Kasparow-Karpow, aber das hat ihn nicht interessiert. Er hat die Partien nicht verfolgt, aber wenn man ihm eine Stellung aus dem Wettkampf gezeigt hat ohne die Namen der Spieler zu verraten, dann war er immer interessiert.<\/p>\n<p>Auch Studien und Kompositionen hat er mit Feuereifer gel\u00f6st. Ich selbst bin ein gro\u00dfer Fan von Studien und habe viel Material und gelegentlich habe ich ihm ein paar Aufgaben gezeigt. Viele hat er sehr schnell und sofort gel\u00f6st, aber wenn er die L\u00f6sung nicht gefunden hat, dann ist er in sein Zimmer gegangen, um nach der L\u00f6sung zu suchen, wobei er nicht aufgegeben hat, bis er sie gefunden hatte. Und da er keinen Computer besa\u00df, muss er alle diese Aufgaben allein gel\u00f6st haben. Teilweise waren das sehr anspruchsvolle Kompositionen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/220px-Bobby_Fischer_1960_in_Leipzig.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-322\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/220px-Bobby_Fischer_1960_in_Leipzig.jpg\" alt=\"Bobby Fischer bei der Schacholympiade Leipzig 1960 (Foto: Wikipedia)\" width=\"220\" height=\"194\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bobby Fischer bei der Schacholympiade Leipzig 1960 (Foto: Wikipedia)<strong>TURNIERORGANISATOR<\/strong><br \/>\nDoch zur\u00fcck zu meiner Schachlaufbahn, die kurioserweise zu Ende ging, nachdem ich 1998 GM geworden bin. Ich habe angefangen, BWL zu studieren und bin unter die Turnierorganisatoren gegangen, indem ich das Pyramiden-Open organisiert habe. Das Pyramiden-Hotel suchte nach einer Sportveranstaltung, da sie im Sommerloch immer Schwierigkeiten hatten, ihre Zimmer voll zu kriegen. Mein Bruder, Vertriebsleiter einer Firma f\u00fcr Hotelsoftware, stellte den Kontakt her und ich habe dann mit dem Hotelbesitzer die Eckpfeiler der Turnierorganisation abgesteckt. Das Hotel wollte ein Turnier gehobenen Standards, und so haben wir mit 200 DM Startgeld f\u00fcr Nicht-Titeltr\u00e4ger relativ viel Geld verlangt.<\/p>\n<p>Sehr geholfen hat mir immer Rainer Niermann, ein sehr guter und hilfreicher Mann und das Pyramiden-Open wurde schnell ein Erfolg. Im ersten Jahr kamen 56 Teilnehmer, im zweiten bereits 112 und im dritten schlie\u00dflich etwa 150. Als Organisator konnte ich meine Ideen umsetzen, was ein solches Turnier bieten sollte. Wichtig war mir immer, dass die Gro\u00dfmeister in das Rahmenprogramm eingebunden werden, dass sie Partien vorf\u00fchren, kleine Vortr\u00e4ge halten und Geschichten erz\u00e4hlen. Ich wei\u00df, dass ihnen das wenig M\u00fche macht, aber beim Publikum immer sehr gut ankommt.<\/p>\n<p>Das dritte Pyramiden-Open, bei dem parallel der L\u00e4nderkampf Griechenland \u2013 Deutschland ausgetragen wurde, war der H\u00f6hepunkt dieses Turniers. Und bekanntlich soll man aufh\u00f6ren, wenn es am sch\u00f6nsten ist. Ich selbst sa\u00df an meiner Diplomarbeit als es Zeit gewesen w\u00e4re, das n\u00e4chste Turnier zu organisieren und wollte endlich mit meinem Studium fertig werden. Und so ist das Pyramiden-Open allm\u00e4hlich eingeschlafen.<\/p>\n<p>Aber f\u00fcr mich war es eine sehr sch\u00f6ne Erfahrung, ein solches Turnier zu organisieren und ich w\u00fcrde das immer wieder machen. Tats\u00e4chlich mache ich das auch wieder, allerdings in sehr viel kleinerem Ma\u00dfstab. In N\u00fcrnberg findet jedes Jahr das LGA-Open statt und dort berate ich die Organisatoren, sage ihnen, worauf man achten muss und kann Spieler einladen. Gro\u00dfmeister und Internationale Meister, die Konditionen bekommen. Der Sponsor steht voll hinter dem Konzept und da eine ganze Reihe von Spielern eingeladen werden k\u00f6nnen, wird es ein attraktives Turnier werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem organisiere ich zusammen mit meinem Bruder die Turniere in der Pulverm\u00fchle. Das erste fand im Jahr 2000 statt. Die Idee kam meinem Bruder und mir als wir 1997\/98 zu Besuch in Island waren und den Ort besucht haben, wo Fischer und Spasski gegeneinander gespielt haben. Mein Bruder meinte, so etwas m\u00fcsste man auch in Deutschland haben. Er meinte jedoch auch, dass ich zuerst GM werden m\u00fcsse, bevor wir ein eigenes Turnier organisieren k\u00f6nnten, da es einfach nicht ginge, meine letzte GM-Norm im eigenen Hause zu machen.<\/p>\n<p>Bei der Finanzierung helfen eine Reihe einzelner Sponsoren. Eigentlich wollten wir das Turnier alle zwei Jahre stattfinden lassen, aber leider ist mein Vater gestorben, da hat sich einiges verschoben und wir haben erst einmal bis 2004 gewartet, bis wir das Turnier fortgesetzt haben. 2006 bildete dann die Teilnahme von Kortschnoi einen H\u00f6hepunkt dieser Turniere.<\/p>\n<p><strong>BUNDESNACHWUCHSTRAINER<\/strong><br \/>\nDoch zur\u00fcck ins Jahr 2000, wo wieder eine neue Aufgabe auf mich zu kam: Ich wurde Bundesnachwuchstrainer. Ich hatte vorher schon regelm\u00e4\u00dfig Jugendliche trainiert, und als die Stelle ausgeschrieben wurde, meinte mein Bruder, ich solle mich doch bewerben. Ich wurde genommen, wobei ich als Bundesnachwuchstrainer noch sehr jung war. Doch ich hatte Ideen, was ich machen wollte, und meine Hauptidee war es, eine Jugendnationalmannschaft aufzubauen, die zusammen arbeiten, analysieren und gemeinsam besser werden sollten. Denn das schien und scheint mir in Deutschland ein Problem zu sein: Die mangelnde Zusammenarbeit der Spieler untereinander, es findet wenig Austausch und gemeinsame Arbeit statt.<\/p>\n<p>Mir hat die Arbeit Spa\u00df gemacht, obwohl ich eigentlich weniger trainiert als organisiert habe. Aber gut, mir macht halt auch das Organisieren Spa\u00df. Ich selbst habe als Bundesnachwuchstrainer dann auch sehr viel weniger gespielt als vorher.<\/p>\n<p><strong>SCHACH ALS HOBBY<\/strong><br \/>\nDoch 2002 endete der Job als Bundesnachwuchstrainer und auch mein Studium kam zum Abschluss. Dann kam das Erstaunliche: In der Zeit nach dem Studium habe ich in drei bis vier Monaten 80 Elo-Punkte gewonnen. Das Turnier in der Pulverm\u00fchle gewann ich zusammen mit Jan Gustafsson und au\u00dferdem habe ich in den verschiedenen Ligen, in denen ich gespielt habe, Punkte gewonnen. Pl\u00f6tzlich war ich bei 2530 gelandet, damals die h\u00f6chste Zahl, die ich je hatte. Jetzt habe ich mit 2534 sogar noch ein paar mehr Punkte.<\/p>\n<p>Wenn man weniger spielt, ist man motivierter, man ist hungrig, man will Schach spielen und das Schach genie\u00dfen. Spielt man viel, hat man oft nur noch Angst vor dem Verlieren. Betreibt man Schach als Hobby, ist man lockerer und Schach macht mehr Laune. Und ob man ein paar Z\u00fcge mehr oder weniger Theorie kennt, ist dann vollkommen egal.<\/p>\n<p>Ge\u00e4ndert hat sich meine Einstellung nach dem Turnier in der Pulverm\u00fchle. Eine Partie, die eine Wende eingel\u00e4utet hat, war die gegen Prusikin.<br \/>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e23e3beac0b-6\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Pulvermuehle 2nd&quot;]\r\n[Site &quot;Pulvermuehle&quot;]\r\n[Date &quot;2004.02.22&quot;]\r\n[Round &quot;4&quot;]\r\n[White &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[Black &quot;Prusikin, Michael&quot;]\r\n[Result &quot;1-0&quot;]\r\n[ECO &quot;E05&quot;]\r\n[WhiteElo &quot;2456&quot;]\r\n[BlackElo &quot;2519&quot;]\r\n[Annotator &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[PlyCount &quot;53&quot;]\r\n[EventDate &quot;2004.02.19&quot;]\r\n[EventType &quot;tourn&quot;]\r\n[EventRounds &quot;11&quot;]\r\n[EventCountry &quot;GER&quot;]\r\n[EventCategory &quot;11&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;2004.06.01&quot;]\r\n\r\n1. c4 e6 2.Nf3 Nf6 3. g3 d5 4. Bg2 Be7 5. O-O O-O 6. d4 dxc4 7. Qc2 a6 8. a4 Bd7 9. Qxc4\r\nBc6 10. Bg5 {Michael hatte diese Stellung zuvor im Turnier schon gegen Fabian\r\nD\u00f6ttling auf dem Brett und D\u00f6ttling hat mir erz\u00e4hlt, dass Lg5 der einzige Zug\r\nist, mit dem Wei\u00df versuchen kann, um Vorteil zu k\u00e4mpfen.} a5 11. Nc3 Na6 12.\r\nRad1 Nb4 13. Bxf6 Bxf6 14. e4 {Jetzt habe ich das Zentrum. Eigentlich mag ich\r\ndas gar nicht so gerne, denn ich bin eher defensiv eingestellt. Aber in diesem\r\nTurnier wollte ich nach vorne spielen, etwas versuchen.} b6 15. Rfe1 Bb7 16.\r\nQb3 c6 17. h4 Qb8 18. e5 Be7 19. Ng5 h6 {Fr\u00fcher h\u00e4tte ich an dieser Stelle den\r\nSpringer reflexartig zur\u00fcckgezogen. Denn ich opfere nicht gern, wenn ich\r\nkeinen klaren Weg sehe, wie es weitergeht. Ich suche dann immer nach einer\r\nVerteidigung. Aber hier habe ich gemerkt, dass Schwarz nach dem Opfer einfach\r\ngro\u00dfe Probleme hat.} 20. Nxe6 $1 fxe6 21. Qxe6+ Rf7 22. Be4 Bc8 23. Qg6 {Wei\u00df\r\nhat zwei Bauern f\u00fcr die Figur und der schwarze K\u00f6nig steht auf Matt. Wei\u00df\r\nsteht auf Gewinn.} Kf8 24. Qh7 Ke8 25. Bg6 Be6 26. Qxg7 Qc8 27. Ne4 {Mit der\r\nvernichtenden Drohung Sf6+.} 1-0<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-6\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Pulvermuehle 2nd\\\"]\\r\\n[Site \\\"Pulvermuehle\\\"]\\r\\n[Date \\\"2004.02.22\\\"]\\r\\n[Round \\\"4\\\"]\\r\\n[White \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Black \\\"Prusikin, Michael\\\"]\\r\\n[Result \\\"1-0\\\"]\\r\\n[ECO \\\"E05\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2456\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2519\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"53\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"2004.02.19\\\"]\\r\\n[EventType \\\"tourn\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"11\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"GER\\\"]\\r\\n[EventCategory \\\"11\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"2004.06.01\\\"]\\r\\n\\r\\n1. c4 e6 2.Nf3 Nf6 3. g3 d5 4. 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In aller Bescheidenheit: Sie ist brutal gut. Hier deshalb noch eine k\u00fcrzlich gespielte Partie, die fr\u00fcher so nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e23e3beac0b-7\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;GM-Tage Pulvermuehle&quot;]\r\n[Site &quot;?&quot;]\r\n[Date &quot;2006.??.??&quot;]\r\n[Round &quot;4&quot;]\r\n[White &quot;Bezold, Michael&quot;]\r\n[Black &quot;Atlas, Valeri&quot;]\r\n[Result &quot;1-0&quot;]\r\n[ECO &quot;E12&quot;]\r\n[Annotator &quot;Bezold,Michael&quot;]\r\n[PlyCount &quot;85&quot;]\r\n[EventDate &quot;2006.??.??&quot;]\r\n\r\n1. d4 e6 2. Nf3 Nf6\r\n3. c4 b6 4. a3 Bb7 5. Nc3 g6 6. Qd3 {Ein Zug, der von Karpow stammt. Wei\u00df\r\nverhindert, dass seine Bauernstellung nach &#8230;Lf3 ruiniert wird und bereitet\r\nden Vorsto\u00df e4 vor. Seltsamerweise kannte Atlas diesen Zug nicht.} Bg7 7. e4\r\nO-O 8. e5 Ne8 9. h4 {Mein neuer Stil.} d6 10. h5 dxe5 11. hxg6 fxg6 ({\r\nErzwungen. Nach} 11... hxg6 12. Nxe5 Bxe5 13. Qh3 {wird Schwarz matt gesetzt.})\r\n12. Ng5 Qxd4 13. Qg3 Nf6 14. Nxe6 Ne4 15. Nxe4 Qxe4+ 16. Be3 Nc6 17. O-O-O {\r\nDie Qualit\u00e4t sollte Wei\u00df nicht nehmen. Schwarz steckt jetzt in gro\u00dfen\r\nSchwierigkeiten.} Nd4 18. Bxd4 exd4 19. Nxg7 Qf4+ (19... Kxg7 20. Qxc7+ Rf7 21.\r\nRxh7+) 20. Qxf4 Rxf4 21. Ne6 Rxf2 22. Nxd4 Bxg2 23. Bxg2 Rxg2 {Schwarz hat\r\nzwar zwei Bauern f\u00fcr die Figur, aber das Endspiel ist trotzdem verloren.} 24.\r\nRd2 Rxd2 25. Kxd2 Rd8 26. Ke3 a6 27. b4 Re8+ 28. Kf4 c5 29. bxc5 bxc5 30. Nb3\r\nKg7 31. Rc1 Rf8+ 32. Ke5 Rf5+ 33. Kd6 Rf6+ 34. Kxc5 h5 35. Kd5 g5 36. c5 Kg6\r\n37. c6 Rf8 38. Nd4 g4 39. c7 Rc8 40. Ke5 g3 41. Nf5 Re8+ 42. Kf4 g2 43. c8=Q\r\n1-0<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e23e3beac0b-7\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"GM-Tage Pulvermuehle\\\"]\\r\\n[Site \\\"?\\\"]\\r\\n[Date \\\"2006.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"4\\\"]\\r\\n[White \\\"Bezold, Michael\\\"]\\r\\n[Black \\\"Atlas, Valeri\\\"]\\r\\n[Result \\\"1-0\\\"]\\r\\n[ECO \\\"E12\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Bezold,Michael\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"85\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"2006.??.??\\\"]\\r\\n\\r\\n1. d4 e6 2. 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Die Arbeit macht Spa\u00df, und ich bin mit der Entwicklung meiner Schachkarriere und beruflichen Laufbahn sehr zufrieden.<\/p>\n<p><em>Aufgezeichnet von Johannes Fischer<\/em><\/p>\n<div class='sfsi_Sicons' style='width: 100%; display: inline-block; vertical-align: middle; text-align:left'><div style='margin:0px 8px 0px 0px; line-height: 24px'><span><\/span><\/div><div class='sfsi_socialwpr'><div class='sf_subscrbe' style='text-align:left;vertical-align: middle;float:left;width:64px'><a href=\"http:\/\/www.specificfeeds.com\/widgets\/emailSubscribeEncFeed\/Q0FJU2IrL21rdElzb0J1Mnd4UWp5M2JZMHQ5YXBNTW01ZnhPcUtDWnpWVFVEcEgvdGwvUHQ3R2lnWTEyVjh2WmFlaE1KbEw2YnBuZ3hRMFFqNEZoQWgyNFlqRGZydzNJZEFYS3VPMjhCZVNHbFNuNU5qbXI1OGNjeW8zb1dXVlh8aDdxZGtDYTZTaTNPNTZZcENLZXhwbkF0bTlJWFpwWitxQTAwdHRkU3VOdz0=\/OA==\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/plugins\/ultimate-social-media-icons\/images\/follow_subscribe.png\" alt=\"error\" \/><\/a><\/div><div class='sf_fb' style='text-align:left;vertical-align: middle;width:98px'><div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2013\/05\/23\/geburtstagskind-michael-bezold-ein-portrat\/\" data-width=\"180\" data-send=\"false\" data-show-faces=\"false\"  data-action=\"like\" data-share=\"true\"data-layout=\"button\" ><\/div><\/div><div class='sf_twiter' style='text-align:left;float:left;vertical-align: middle;width:auto'><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" data-count=\"none\" class=\"sr-twitter-button twitter-share-button\" lang=\"en\" data-url=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2013\/05\/23\/geburtstagskind-michael-bezold-ein-portrat\/\" data-text=\"Geburtstagskind Michael Bezold: Ein Portr\u00e4t\" ><\/a><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 23. 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