{"id":2124,"date":"2017-05-05T12:00:21","date_gmt":"2017-05-05T10:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/?p=2124"},"modified":"2017-05-07T08:03:36","modified_gmt":"2017-05-07T06:03:36","slug":"rudolf-spielmann-lebensgeschichte-als-zeitgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2017\/05\/05\/rudolf-spielmann-lebensgeschichte-als-zeitgeschichte\/","title":{"rendered":"Rudolf Spielmann: Lebensgeschichte als Zeitgeschichte"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2135\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/spielmann-wikipedia-1.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"287\" \/>Er war klein, dick, Zeit seines Lebens Junggeselle, trank gern Bier, kam aus Wien und geh\u00f6rte mehrere Jahrzehnte zu den besten Schachspielern der Welt. Er fiel weder durch Eskapaden noch Verr\u00fccktheit auf, spielte weit \u00fcber hundert Turniere und mehr als f\u00fcnfzig Wettk\u00e4mpfe, aber nie um die Weltmeisterschaft. Rudolf Spielmann war ein ganz normaler Spitzenspieler. Geboren wurde er am 5. Mai 1883 in Wien. Der Geburtstag des Wiener Meisters ist ein guter Anlass, erneut einen Blick in Michael Ehns <em>Rudolf Spielmann: Portr\u00e4t eines Schachmeisters in Texten und Partien<\/em> (Koblenz: H.-W. Fink, 1996) zu werfen. Der Band enth\u00e4lt Aufs\u00e4tze und Partien von Spielmann sowie einen ausf\u00fchrlichen biographischen Teil mit Erinnerungen an den \u00f6sterreichischen Gro\u00dfmeister. Sie zeigen, wie die Lebensgeschichte des Schachspielers Spielmann die Geschichte seiner Zeit widerspiegelt.<!--more--><\/p>\n<h3>Die Familie<\/h3>\n<p>Geboren wurde Rudolf Spielmann 1883 in Wien als zweites von sechs Kindern von Moriz Spielmann und C\u00e4cilie Neust\u00e4dtl. Moriz Spielmann stammte aus Nikolsburg, dem heutigen Mikulov, und war in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts nach Wien gekommen. Denn, so Ehn, &#8220;das Verfassungsgesetz von 1867 (Schaffung der Doppelmonarchie \u00d6sterreich-Ungarn) und der interkonfessionelle Ausgleich 1868 brachten die v\u00f6llige Gleichberechtigung der Juden zumindest <em>de jure<\/em>. Aus allen Teilen der weitl\u00e4ufigen Monarchie, in denen sie nach wie vor benachteiligt waren &#8230; str\u00f6mten nun Juden in das Zentrum des Reiches, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und um der Not und dem Elend zu entkommen&#8221; (Ehn, S.79).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2134\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/michael-ehn-rudolf-spielmann-cover.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"569\" srcset=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/michael-ehn-rudolf-spielmann-cover.jpg 400w, https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/michael-ehn-rudolf-spielmann-cover-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Sollte Moriz Spielmann hochfliegende Tr\u00e4ume von einem Leben in der Hauptstadt gehabt haben, so erf\u00fcllten sie sich nicht. Er verdiente als Literaturkritiker, Journalist und Redakteur gerade genug, um seine Familie zu ern\u00e4hren. Dennoch f\u00f6rderten Moriz und C\u00e4cilie die k\u00fcnstlerischen Talente ihrer Kinder nach Kr\u00e4ften. Der \u00c4lteste, Leopold Spielmann, war ein musikalisches Wunderkind und durfte als Kind einmal sogar vor der kaiserlichen Familie auftreten. Rudolfs Schwestern Melanie, Jenny und Irma wurden Schauspielerinnen. Tragisch war das Schicksal Edgar Spielmanns, des j\u00fcngeren Bruders von Rudolf, der unter dem fr\u00fchen Tod der Mutter litt und sich 1917 das Leben nahm. Auch Melanie starb bereits fr\u00fch, 1927, mit 42 Jahren, an einer schweren Krankheit.<\/p>\n<h3>Schachkarriere<\/h3>\n<p>Schach lernte Rudolf mit vier oder f\u00fcnf Jahren von seinem Vater. Nach der Schule entschied er sich gegen ein Studium der Mathematik und f\u00fcr ein Leben als Schachspieler. In der Weltspitze etablierte sich er beim Turnier in St. Petersburg 1909 durch einen mit Duras geteilten dritten Platz hinter Lasker und Rubinstein. 1912 gewann er in Abbazio ein Thematurnier, in dem das angenommene K\u00f6nigsgambit Pflicht war. Diese Er\u00f6ffnung lag Spielmann, der sich in offenen, taktisch komplizierten, Stellungen besonders wohl f\u00fchlte, und der Sieg in diesem Turnier trug ihm den Beinamen &#8220;der letzte Ritter des K\u00f6nigsgambits&#8221; ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2132\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/spielmann-wikipedia.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"287\" \/><br \/>\n<em> Rudolf Spielmann (Foto: Wikipedia)<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges diente Spielmann in der k.u.k. Armee und nach dem Krieg nahm er sein Leben als Berufsschachspieler wieder auf. Allerdings stellte er seinen Stil um, und versuchte sein Positionsspiel zu verbessern, denn obwohl er mit seinem riskanten Angriffsspiel jeden schlagen konnte, f\u00fchrte seine Liebe zum Risiko doch immer wieder zu schlechten Turnierergebnissen. Diese Arbeit zahlte sich bald aus und zwischen 1925 und 1930 feierte Spielmann seine gr\u00f6\u00dften Erfolge: Bei dem Turnier auf dem Semmering 1926 wurde er Erster vor Aljechin, Vidmar und Nimzowitsch, in Berlin 1928 Dritter hinter Capablanca und Nimzowitsch und in Karlsbad 1929 geteilter Zweiter zusammen mit Capablanca, hinter Nimzowitsch, aber vor Rubinstein, Euwe, Vidmar und Bogoljubow.<\/p>\n<p>In den drei\u00dfiger Jahren wurde deutlich, dass Spielmann den Zenit seiner Laufbahn \u00fcberschritten hatte. Seine Ergebnisse wurden schlechter und er verlor etliche Aufsehen erregende Partien gegen die nachkommende j\u00fcngere Generation. Besonders fatal war dabei eine nur 12-z\u00fcgige Niederlage gegen Botwinnik beim Moskauer Turnier 1935, in der Spielmann einer fehlerhaften theoretischen Empfehlung folgte, fr\u00fch mit seiner Dame auf Bauernraub ging und nach nur 12 Z\u00fcgen aufgeben musste. Die K\u00fcrze der Partie und der Umstand, dass sich Schwarz gleich zwei elementare Er\u00f6ffnungss\u00fcnden zu Schulden kommen lie\u00df, n\u00e4mlich auf Bauernraub zu spielen und einer theoretischen Empfehlung blind zu folgen, sorgten daf\u00fcr, dass zahlreiche Lehrb\u00fccher und Anthologien diese Partie wieder und wieder abdruckten. F\u00fcr viele Schachspieler war dies wahrscheinlich die erste Begegnung mit Spielmann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2137\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/richtig-opfern-cover.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"571\" srcset=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/richtig-opfern-cover.jpg 400w, https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/richtig-opfern-cover-210x300.jpg 210w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>1935 erschien allerdings auch Spielmanns Buch <em>Richtig Opfern!<\/em>, die erste systematische Abhandlung der unterschiedlichen Arten von Opfern im Schach und zugleich Spielmanns Darlegung seines Credos als Angriffsspieler.<\/p>\n<h3>Verfolgung durch die Nazis<\/h3>\n<p>Ein ruhiger Lebensabend als Schachautor und Spieler aber war Spielmann nicht verg\u00f6nnt. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 machte ihn zum Fl\u00fcchtling. Nachdem er zuerst in Holland Schutz gesucht hatte, ging er von dort aus in die Tschechoslowakei, wohin auch seine Familie geflohen war. Er lebte als Staatenloser ohne g\u00fcltigen Pass &#8220;in einer sch\u00e4bigen &#8230; Pension (eine Art Obdachlosenheim)&#8221; (Ehn, S.84) in Prag. Mittellos und den drohenden Einmarsch der Nationalsozialisten vor Augen, richtete er am 10. Dezember 1938 einen verzweifelten Appell an Ludwig Collijn, einen schwedischen Schachfan und M\u00e4zen:<\/p>\n<p><em>Lieber Herr Collijn,<\/em><\/p>\n<p><em>ich habe schon lange nichts mehr von Ihnen geh\u00f6rt, hoffe aber, dass Sie sich des besten Wohlbefindens erfreuen. \u2013 Ich hoffe auch, dass Sie f\u00fcr mich so viel Interesse bewahrt haben, um einen kurzen Bericht \u00fcber meine Lage entgegenzunehmen. Dieselbe ist mehr als traurig, denn ich wurde nicht nur aus \u00d6sterreich, meiner geliebten Heimat, f\u00fcr immer vertrieben, sondern es wurde mir obendrein meine Reisefreiheit genommen. Fast alle Schachl\u00e4nder der Welt haben sich hermetisch gegen Emigranten und Fl\u00fcchtlinge abgeschlossen, niemand l\u00e4sst mich mehr mit meinem wertlos gewordenen \u00d6sterreichischen Pass hinein. &#8230; Nur die Hoffnung, dass ich schliesslich doch wieder ein Schachengagement und ein Asyl finden werde, h\u00e4lt mich aufrecht. W\u00e4re es nicht m\u00f6glich dass Sie sich meiner ebenso wie seinerzeit im Jahre 1919 annehmen und mir irgend ein Schachengagement in Stockholm oder sonstwo in Schweden verschaffen? &#8230; Ich m\u00f6chte Schweden nur als \u00dcbergangsland ben\u00fctzen, um mich moralisch und schachlich aufzurichten &#8230;. Vielleicht k\u00f6nnte ich dann nach England oder Amerika auswandern. Ich bitte Sie vielmals, lassen Sie mich nicht im Stich und verhelfen Sie mir zu einem menschenw\u00fcrdigen Dasein. Ich w\u00e4re mit den denkbar bescheidensten Bedingungen einverstanden, wenn ich mich nur irgendwie bet\u00e4tigen k\u00f6nnte. &#8230; Die Hauptsache bleibt, dass ich aus dieser H\u00f6lle von Mitteleuropa endlich herauskomme. Der Antisemitismus macht sich auch schon in Prag breit und raubt mir jede Lebensm\u00f6glichkeit. Nochmals flehe ich Sie bei unserer 30-j\u00e4hrigen Bekanntschaft an, sich meiner anzunehmen und mir m\u00f6glichst gleich zu antworten, damit ich weiss, ob ich noch hoffen darf. &#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Herzliche Gr\u00fcsse von Ihrem stets dankbaren und ergebenen<\/em><\/p>\n<p><em>Rudolf Spielmann<\/em><\/p>\n<p>(Ehn, S. 71-72)<\/p>\n<p>Collijn erwies sich als gro\u00dfz\u00fcgiger Helfer und verhalf Spielmann zur Ausreise nach Schweden. Spielmanns Bruder und seine Schwestern hatten weniger Gl\u00fcck. Leopold war zwar eine Stelle am Konservatorium in Toronto angeboten worden, aber f\u00fcr den Zwischenstopp in England brauchte er jemanden, der mit einer Summe von 100 Pfund f\u00fcr ihn b\u00fcrgte. Doch niemand war dazu bereit. Nachdem seine Frau Gertrud ihn ein Jahr in ihrer Wohnung versteckt gehalten hatte, wurde Leopold 1939 von der SS verhaftet und ins Konzentrationslager Theresienstadt gebracht, wo er 1941 starb. Nur den beiden T\u00f6chtern von Leopold und Gertrud Spielmann, Lily und Ilse, gelang mit Hilfe einer Qu\u00e4kerfamilie unter abenteuerlichen Umst\u00e4nden die Flucht aus der Tschechoslowakei. Bis Kriegsende lebten sie in England bei einem &#8220;Guardian&#8221;, der sich bereit erkl\u00e4rt hatte, die elternlosen Kinder aufzunehmen.<\/p>\n<p>Aber Rudolfs Schwestern Jenny und Irma fielen den Nationalsozialisten zum Opfer. Sie waren 1934 nach Holland geflohen, wurden jedoch nach dem Einmarsch der Deutschen verhaftet und ins Konzentrationslager gebracht. Irma wurde dort ermordet, w\u00e4hrend Jenny das Lager \u00fcberlebte, aber nach ihrer Befreiung an schweren Depressionen litt und 1964 Selbstmord beging.<\/p>\n<h3>Ein verlorenes Manuskript<\/h3>\n<p>Rudolf Spielmann war zwar Anfang 1939 die Flucht nach Schweden gelungen, doch willkommen war er nicht. Schweden bereitete sich zu dieser Zeit auf eine Invasion der Deutschen vor und viele Schweden suchten bereits im Voraus die m\u00f6glichen W\u00fcnsche der Deutschen zu erf\u00fcllen. Spielmanns schwere Lage spitzte sich weiter zu, als sein F\u00f6rderer Ludvig Collijn kurz nach Spielmanns Ankunft starb. So versuchte Spielmann alles, um Geld f\u00fcr seine geplante Weiterfahrt nach England oder Amerika aufzutreiben. Besondere Hoffnungen setzte er dabei auf die Ver\u00f6ffentlichung seiner Biographie, deren Manuskript jedoch verschollen ist. Und um dieses Manuskript ranken sich zahlreiche Verd\u00e4chtigungen und Mutma\u00dfungen. Ehn schreibt dazu:<\/p>\n<p><em>Nun folgte jenes dunkle Kapitel, das sich aus der Sicht seiner [Spielmanns] n\u00e4chsten Verwandten Gertrud und Helmuth, die unmittelbar nach dem Krieg nach Stockholm kamen, um Nachforschungen anzustellen und dort zu leben, anders anh\u00f6rte, als aus den Schilderungen seiner schwedischen Gastgeber. Diese Autobiographie soll ein Auftragswerk gewesen sein. Rudolf Spielmann wurde versprochen, da\u00df er f\u00fcr seine Manuskripte und sein Lebenswerk die Mittel bekommen sollte, die er ben\u00f6tigte, um nach Amerika auswandern zu k\u00f6nnen. &#8230; Spielmann schrieb unerm\u00fcdlich, gab all seine Notizen und das Manuskript seinen bis heute unbekannten Auftraggebern und wurde von ihnen vertr\u00f6stet bzw. h\u00f6rte schlie\u00dflich nichts mehr von ihnen. Bis heute bleibt es ein R\u00e4tsel, was mit seinem Nachla\u00df passiert ist, an wen und wohin er verkauft wurde, obwohl viele Spuren in die USA zu f\u00fchren scheinen. (S.86)<\/em><\/p>\n<p>Dass das Manuskript in die USA gekommen ist, deutet u.a. ein Austausch auf der Webseite www.chesshistory.com an. Dort fragte Gerald Braunberger am 15. Juni 2002:<\/p>\n<p><em>According to the well-known book by Fink\/Ehn, Rudolf Spielmann wrote his memoirs during his final stay in Sweden (1939-1942). The manuscript was not published then, but it seems that the manuscript found its way to the US during or after the Second World War. My questions are: What happened to the manuscript, who owns it nowadays, and are there any plans for a publication?<\/em><\/p>\n<p>Drei Tage sp\u00e4ter, 18. Juni 2002, erhielt er von Werner Berger folgende Antwort:<\/p>\n<p><em>&#8220;My foremost present project is to publish a chess diary of Rudolf Spielmann&#8217;s from his early years, translated into English, with 69 of his games from the period 1900-1905 with the brief introductions he had written for them. The final manuscript for this book is now being typed, and I hope that within a year it will be available as the third volume in my Caissa Limited Editions series.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Quelle: Dale A. Brandreth: &#8220;Some Reminiscences of a Chess Book Collection&#8221; in: <em>BONUS SOCIUS. <\/em><em> Jubileumuitgave voor Meindert Niemeijer ter gelegenheid van zijn 75ste verjaardag. Koninklijke Bibliotheek<\/em>, \u00b4s-Gravenhage 1977, pp. 47-53.<\/p>\n<p>Dieser Ank\u00fcndigung von Dale Brandreth zum Trotz wurde das &#8220;chess diary&#8221; jedoch nie ver\u00f6ffentlicht und das R\u00e4tsel um das Manuskript der Spielmann-Autobiographie blieb ungel\u00f6st. Tats\u00e4chlich scheint Spielmann um die Fr\u00fcchte seiner Arbeit betrogen worden zu sein, was, so Ehn, &#8220;sein Ende sehr beschleunigt haben d\u00fcrfte. Die vermeintliche Okkupation der Deutschen vor Augen, seines einzigen Besitzes und damit all seiner Fluchtm\u00f6glichkeiten beraubt, soll sich der Wiener Gro\u00dfmeister nach Angaben seiner n\u00e4chsten Verwandten in dieser aussichtslosen Lage in sein Zimmer eingeschlossen haben und nach einiger Zeit buchst\u00e4blich verhungert aufgefunden worden sein&#8221; (S.86). In einer Fu\u00dfnote erg\u00e4nzt Ehn jedoch: &#8220;Nach der schwedischen Version litt Rudolf Spielmann an einer Art Parkinsonscher Krankheit, die sich zuletzt stark verschlimmerte. &#8230; Die offizielle Todesursache lautete auf &#8216;Hypertonie und Cardiosclerosis'&#8221; (S.91).<\/p>\n<h3>Der vergessene Vorl\u00e4ufer Tals<\/h3>\n<p>Die Nachwelt verga\u00df Spielmann bald. Die nachr\u00fcckenden Meister wie z.B. Botwinnik oder Keres ver\u00f6ffentlichten in ihren Partiesammlungen ihre Siege gegen Spielmann und dessen Liebe zum Angriff galt, anders als die k\u00fchn vorgetragenen Thesen der Erneuerer wie Nimzowitsch, R\u00e9ti und Tartakower, bald als altmodisch und wurde bel\u00e4chelt. So schreibt R\u00e9ti in <em> Die Meister des Schachbretts<\/em>:<\/p>\n<p><em>[Spielmann] sucht das Heil des Schachspiels in der R\u00fcckkehr zum Stil der alten Meister &#8230; . Spielmann ist der letzte Barde des Gambitspiels und wollte insbesondere das K\u00f6nigsgambit zu neuem Leben erwecken. Heute kann man Spielmanns Wollen und Wirken bereits vom historischen Standpunkt aus betrachten. Er hat zu seinem Unternehmen alle Gaben mitgebracht: Nicht nur gr\u00f6\u00dftes Kombinationstalent und Phantasie, sondern auch ein Sichauskennen, ein Zuhausesein in komplizierten Stellungen &#8230;. Daher ist es selbstverst\u00e4ndlich, da\u00df er gro\u00dfe Erfolge erzielen konnte. In seinem eigentlichen Wollen aber hat er Schiffbruch gelitten. Seine besten Resultate erzielte er gegen schw\u00e4chere Gegner, welche in komplizierten Stellungen den Kopf verloren. Seine Gewinnpartien alten Stils sind sehr interessant, aber nicht \u00fcberzeugend und deshalb konnte er auch nicht Schule machen. (Richard R\u00e9ti, Die Meister des Schachbretts, Z\u00fcrich: Edition Olms 1983, Nachdruck der Ausgabe von 1930, 1931, S. 236-237.).<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2136\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/RichardReti.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"290\" \/><br \/>\n<em> Richard Reti (Foto: Wikipedia)<\/em><\/p>\n<p>Ein herablassendes Urteil und wie so vieles, was R\u00e9ti \u00fcber seine Kollegen schreibt, falsch. Das zeigen schon die Zahlen. Spielmann erzielte im Laufe seiner Karriere gegen die besten Spieler der damaligen Zeit durchaus achtbare Ergebnisse: Gegen Capablanca z.B. +2,=8,-2, gegen Aljechin, +2,=10,-4, gegen Rubinstein +12,=8,-15, gegen Lasker +0,=3,-1 und gegen seinen Kritiker R\u00e9ti immerhin +12,=14,-14. Nur gegen Nimzowitsch gelang Spielmann selten etwas; hier lautet die Bilanz +4,=12,-12.<\/p>\n<p>Und was Spielmanns &#8220;Gewinnpartien alten Stils&#8221; angeht, so wurde Spielmanns Tradition mutiger, intuitiver Opfer, die nicht immer analytisch korrekt waren, aber den Gegner vor praktische Probleme stellten, bald fortgesetzt. Und zwar von niemand anderem als Mikhail Tal und sp\u00e4ter von Alexei Shirov. Leider f\u00fchrt hier der Titel von Spielmanns Buch <em> Richtig Opfern<\/em> ein wenig in die Irre. Hatte Tal denn nicht gezeigt, dass die sch\u00f6nsten Opfer nicht &#8220;richtig&#8221;, sondern intuitiv waren und sich einer klaren Einsch\u00e4tzung entzogen? Dass, wie er es formulierte, im Schach 2+2 auch einmal 5 sein kann? Aber es waren genau diese intuitiven Opfer, die Spielmann am Herzen lagen, und die er &#8220;wirkliche Opfer&#8221; nannte. Und wenn er schreibt &#8220;im h\u00f6heren Sinne [sind] auch viele Opfer als korrekt zu bezeichnen, die einer nachtr\u00e4glichen Untersuchung nicht standhalten k\u00f6nnen&#8221; (Rudolf Spielmann, <em> Richtig Opfern!<\/em>, S. 26.), so meint man Tal sprechen zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1803\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/tal02.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/tal02.jpg 480w, https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/tal02-300x205.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><br \/>\n<em>Mihail Tal<\/em><\/p>\n<p>Aber Spielmann predigte nicht nur, er praktizierte auch. Und w\u00e4re die nachfolgenden Partien nicht bereits gespielt worden, als Tal noch gar nicht auf der Welt war, so w\u00fcrde man sie vielleicht als typische Tal-Partie bezeichnen. Sie belegt Spielmanns Gesp\u00fcr f\u00fcr den Angriff.<\/p>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e0c3aa76253-1\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Sopron&quot;]\r\n[Date &quot;1934.??.??&quot;]\r\n[Round &quot;?&quot;]\r\n[White &quot;Gruenfeld, Ernst&quot;]\r\n[Black &quot;Spielmann, Rudolf&quot;]\r\n[Result &quot;0-1&quot;]\r\n[ECO &quot;D95&quot;]\r\n\r\n[PlyCount &quot;70&quot;]\r\n[EventDate &quot;1934.??.??&quot;]\r\n[EventType &quot;tourn&quot;]\r\n[EventRounds &quot;9&quot;]\r\n[EventCountry &quot;HUN&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;1998.11.10&quot;]\r\n[SourceVersion &quot;1&quot;]\r\n[SourceVersionDate &quot;1998.11.10&quot;]\r\n[SourceQuality &quot;1&quot;]\r\n\r\n1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 d5 4. e3 Bg7 5. Nf3 O-O 6. Bd2 c6 7. Qb3 b6 8. cxd5\r\ncxd5 9. Rc1 Bb7 10. Ne5 Nfd7 11. Nxd7 Nxd7 {Spielmanns Anmerkung zu diesem Zug\r\nsind in Bezug auf sein schachliches Denken sehr aufschlussreich: &#8220;Der letzte\r\nZug des Anziehenden [Sxd7] sieht unnat\u00fcrlich aus. Aber wie kann er bek\u00e4mpft\r\nwerden? Antwortet Schwarz 11. &#8230;Dxd7 &#8211; was anscheinend erzwungen ist -, so\r\ngewinnt Wei\u00df mit 12.Lb5 nebst 0-0 die beiden Tempi zur\u00fcck und steht dann gut.\r\nDennoch mu\u00df es einen Weg geben, den doppelten Tempoverlust des Gegners\r\nauszun\u00fctzen. Ist denn 11. &#8230;Dxd7 wirklich erzwungen? Nachdem Schwarz zwei\r\nTempi zum Geschenk erhielt, liegt es nahe, den Bauern d5 zu opfern, um dadurch\r\nnoch weitere Tempi zu gewinnen.&#8221; (&lt;em&gt;Richtig Opfern!&lt;\/em&gt;, S.45)} 12. f4 {12.Sxd5 e6\r\n13.Sc3 e5 &#8220;und nun mu\u00df Wei\u00df entweder den Bauern zur\u00fcckgeben oder mit seiner\r\nBehauptung (14.dxe Sxe5 oder 14.d5 Sc5) weiteren, sehr schweren Zeitverlust\r\nriskieren.&#8221; (&lt;em&gt;Richtig Opfern!&lt;\/em&gt;, S.45). Nach dem Textzug scheint Wei\u00df jedoch\r\nalles unter Kontrolle zu haben. Doch nun folgt Spielmanns eigentliche Pointe:}\r\ne5 $1 13. fxe5 Nxe5 {Schwarz opfert eine Figur, um den K\u00f6nig in der Mitte zu\r\nhalten und Raum f\u00fcr seine L\u00e4ufer zu haben. Spielmann schreibt dazu: &#8220;Das\r\nOpfer des Springers l\u00e4\u00dft sich auf analytischen Wege nicht rechtfertigen und\r\nw\u00fcrde vielleicht in einer Fernpartie widerlegt werden. Aber bei einem Kampfe\r\nam Brett und einer beschr\u00e4nkten Bedenkzeit von 18 Z\u00fcgen in der Stunde wird\r\nes fast immer siegreich ausgehen. &#8230; Wollte man von jedem Opfer unbedingte,\r\nanalytisch nachweisbare Korrektheit verlangen, so m\u00fc\u00dfte man den Wagemut,\r\ndiese ebenso stolze wie unerl\u00e4\u00dfliche Eigenschaft des K\u00e4mpfers, aus dem\r\nSchachspiel verbannen. Alle wirklichen Opfer m\u00fc\u00dften verschwinden und die\r\nScheinopfer, die eigentlich gar keine sind, d\u00fcrften in Ehren bestehen.&#8221;\r\n(&lt;em&gt;Richtig Opfern!&lt;\/em&gt;, S.46) In der Partie fand Gr\u00fcnfeld kein Konzept und\r\nSpielmann gewann im Angriff.} 14. dxe5 d4 15. Nd1 Bxe5 16.\r\ne4 Bxe4 17. Nf2 Bd5 18. Qh3 Qe7 19. Be2 d3 20. Nxd3 Rfe8 21. Kf1 Bxb2 22. Re1\r\nQf6+ 23. Nf2 Bd4 24. Qg3 Re4 25. h4 Rae8 26. Bb5 Rxe1+ 27. Bxe1 Re3 28. Qg5\r\nRxe1+ 29. Kxe1 Qxf2+ 30. Kd1 Bxg2 31. Re1 Bf3+ 32. Be2 Bc3 33. Bxf3 Qxf3+ 34.\r\nKc2 Bxe1 35. Qd8+ Kg7 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e0c3aa76253-1\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Sopron\\\"]\\r\\n[Date \\\"1934.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"?\\\"]\\r\\n[White \\\"Gruenfeld, Ernst\\\"]\\r\\n[Black \\\"Spielmann, Rudolf\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"D95\\\"]\\r\\n\\r\\n[PlyCount \\\"70\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1934.??.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"tourn\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"9\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"HUN\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"1998.11.10\\\"]\\r\\n[SourceVersion \\\"1\\\"]\\r\\n[SourceVersionDate \\\"1998.11.10\\\"]\\r\\n[SourceQuality \\\"1\\\"]\\r\\n\\r\\n1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 d5 4. e3 Bg7 5. Nf3 O-O 6. Bd2 c6 7. Qb3 b6 8. cxd5\\r\\ncxd5 9. Rc1 Bb7 10. Ne5 Nfd7 11. Nxd7 Nxd7 {Spielmanns Anmerkung zu diesem Zug\\r\\nsind in Bezug auf sein schachliches Denken sehr aufschlussreich: &#8220;Der letzte\\r\\nZug des Anziehenden [Sxd7] sieht unnat\\u00fcrlich aus. Aber wie kann er bek\\u00e4mpft\\r\\nwerden? Antwortet Schwarz 11. &#8230;Dxd7 &#8211; was anscheinend erzwungen ist -, so\\r\\ngewinnt Wei\\u00df mit 12.Lb5 nebst 0-0 die beiden Tempi zur\\u00fcck und steht dann gut.\\r\\nDennoch mu\\u00df es einen Weg geben, den doppelten Tempoverlust des Gegners\\r\\nauszun\\u00fctzen. Ist denn 11. &#8230;Dxd7 wirklich erzwungen? Nachdem Schwarz zwei\\r\\nTempi zum Geschenk erhielt, liegt es nahe, den Bauern d5 zu opfern, um dadurch\\r\\nnoch weitere Tempi zu gewinnen.&#8221; (<em>Richtig Opfern!<\\\/em>, S.45)} 12. f4 {12.Sxd5 e6\\r\\n13.Sc3 e5 &#8220;und nun mu\\u00df Wei\\u00df entweder den Bauern zur\\u00fcckgeben oder mit seiner\\r\\nBehauptung (14.dxe Sxe5 oder 14.d5 Sc5) weiteren, sehr schweren Zeitverlust\\r\\nriskieren.&#8221; (<em>Richtig Opfern!<\\\/em>, S.45). Nach dem Textzug scheint Wei\\u00df jedoch\\r\\nalles unter Kontrolle zu haben. Doch nun folgt Spielmanns eigentliche Pointe:}\\r\\ne5 $1 13. fxe5 Nxe5 {Schwarz opfert eine Figur, um den K\\u00f6nig in der Mitte zu\\r\\nhalten und Raum f\\u00fcr seine L\\u00e4ufer zu haben. Spielmann schreibt dazu: &#8220;Das\\r\\nOpfer des Springers l\\u00e4\\u00dft sich auf analytischen Wege nicht rechtfertigen und\\r\\nw\\u00fcrde vielleicht in einer Fernpartie widerlegt werden. Aber bei einem Kampfe\\r\\nam Brett und einer beschr\\u00e4nkten Bedenkzeit von 18 Z\\u00fcgen in der Stunde wird\\r\\nes fast immer siegreich ausgehen. &#8230; Wollte man von jedem Opfer unbedingte,\\r\\nanalytisch nachweisbare Korrektheit verlangen, so m\\u00fc\\u00dfte man den Wagemut,\\r\\ndiese ebenso stolze wie unerl\\u00e4\\u00dfliche Eigenschaft des K\\u00e4mpfers, aus dem\\r\\nSchachspiel verbannen. Alle wirklichen Opfer m\\u00fc\\u00dften verschwinden und die\\r\\nScheinopfer, die eigentlich gar keine sind, d\\u00fcrften in Ehren bestehen.&#8221;\\r\\n(<em>Richtig Opfern!<\\\/em>, S.46) In der Partie fand Gr\\u00fcnfeld kein Konzept und\\r\\nSpielmann gewann im Angriff.} 14. dxe5 d4 15. Nd1 Bxe5 16.\\r\\ne4 Bxe4 17. Nf2 Bd5 18. Qh3 Qe7 19. Be2 d3 20. Nxd3 Rfe8 21. Kf1 Bxb2 22. Re1\\r\\nQf6+ 23. Nf2 Bd4 24. Qg3 Re4 25. h4 Rae8 26. Bb5 Rxe1+ 27. Bxe1 Re3 28. Qg5\\r\\nRxe1+ 29. Kxe1 Qxf2+ 30. Kd1 Bxg2 31. Re1 Bf3+ 32. Be2 Bc3 33. Bxf3 Qxf3+ 34.\\r\\nKc2 Bxe1 35. 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Mai 2005 bei ChessBase ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n<div class='sfsi_Sicons' style='width: 100%; display: inline-block; vertical-align: middle; text-align:left'><div style='margin:0px 8px 0px 0px; line-height: 24px'><span><\/span><\/div><div class='sfsi_socialwpr'><div class='sf_subscrbe' style='text-align:left;vertical-align: middle;float:left;width:64px'><a href=\"http:\/\/www.specificfeeds.com\/widgets\/emailSubscribeEncFeed\/Q0FJU2IrL21rdElzb0J1Mnd4UWp5M2JZMHQ5YXBNTW01ZnhPcUtDWnpWVFVEcEgvdGwvUHQ3R2lnWTEyVjh2WmFlaE1KbEw2YnBuZ3hRMFFqNEZoQWgyNFlqRGZydzNJZEFYS3VPMjhCZVNHbFNuNU5qbXI1OGNjeW8zb1dXVlh8aDdxZGtDYTZTaTNPNTZZcENLZXhwbkF0bTlJWFpwWitxQTAwdHRkU3VOdz0=\/OA==\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/plugins\/ultimate-social-media-icons\/images\/follow_subscribe.png\" alt=\"error\" \/><\/a><\/div><div class='sf_fb' style='text-align:left;vertical-align: middle;width:98px'><div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2017\/05\/05\/rudolf-spielmann-lebensgeschichte-als-zeitgeschichte\/\" data-width=\"180\" data-send=\"false\" data-show-faces=\"false\"  data-action=\"like\" data-share=\"true\"data-layout=\"button\" ><\/div><\/div><div class='sf_twiter' style='text-align:left;float:left;vertical-align: middle;width:auto'><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" data-count=\"none\" class=\"sr-twitter-button twitter-share-button\" lang=\"en\" data-url=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2017\/05\/05\/rudolf-spielmann-lebensgeschichte-als-zeitgeschichte\/\" data-text=\"Rudolf Spielmann: Lebensgeschichte als Zeitgeschichte\" ><\/a><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war klein, dick, Zeit seines Lebens Junggeselle, trank gern Bier, kam aus Wien und geh\u00f6rte mehrere Jahrzehnte zu den besten Schachspielern der Welt. 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