{"id":1801,"date":"2015-12-20T22:11:51","date_gmt":"2015-12-20T21:11:51","guid":{"rendered":"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/?p=1801"},"modified":"2017-03-17T07:47:05","modified_gmt":"2017-03-17T06:47:05","slug":"karl-42015-genie-und-wahnsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2015\/12\/20\/karl-42015-genie-und-wahnsinn\/","title":{"rendered":"KARL 4\/2015: Genie und Wahnsinn"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1802\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Paulmorphy_225.jpg\" alt=\"Paulmorphy_225\" width=\"169\" height=\"225\" \/>Vor kurzem erschien die letzte KARL-Ausgabe des Jahres 2015, Schwerpunkt \u201eGenie und Wahnsinn\u201c. Viele Leute glauben ja, wer leidenschaftlich Schach spielt, sei schon auf halbem Weg in Richtung Nervenheilanstalt. Als Beleg f\u00fcr diese These beruft man sich gerne auf die Schicksale von Paul Morphy (Bild), Bobby Fischer und anderen Schachgr\u00f6\u00dfen. Ohnehin scheint der Glaube, herausragende geistige Leistungen seien ohne psychische Sch\u00e4den gar nicht m\u00f6glich und Genie ohne Wahn nicht zu haben, noch immer weit verbreitet zu sein. Doch im neuen KARL-Heft hat Schachhistoriker Michael Ehn gute Nachrichten f\u00fcr Schachspieler und Hochbegabte.<!--more--><\/p>\n<p>In seinem sehr lesenswerten Aufsatz &#8220;Genie, Ruhm, Irrsinn: \u00dcber ein fragw\u00fcrdiges popul\u00e4rwissenschaftliches Werk&#8221; (KARL 4\/2015, S. 31-37) verweist er auf das Marburger Hochbegabtenprojekt von 1987\/1988 und die aktuelle Hochbegabtenforschung, die \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Hochbegabung und psychischer Gef\u00e4hrdung n\u00fcchterner und anders urteilt:<\/p>\n<p>\u201eHochbegabte sind in der Regel erfolgreich, sie verdienen gut und entsprechen eher dem Ideal des positiv angepassten Aufsteigers als dem des begabten Sonderlings. &#8230; Weder die weit verbreitete Vorstellung, Hochbegabte seien h\u00e4ufig Schulversager oder auch sonst im Leben oft schlechter angepasst, konnte gehalten werden.\u201c<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis hat sich leider noch nicht durchgesetzt. Mitverantwortlich f\u00fcr das schlechte Image der Hochbegabten und Genies ist der deutsche Psychiater Wilhelm Lange-Eichbaum (1875-1949), Leiter psychiatrischer Anstalten in Berlin, T\u00fcbingen und Hamburg, sowie Verfasser des auch heute noch gern zitierten Buches <em>Genie, Ruhm, Irrsinn<\/em>. \u00dcber Bedeutung und Einfluss dieses Werks, das sich den \u201ePsychopathographien ber\u00fchmter Personen widmet\u201c schreibt Ehn:<\/p>\n<p>\u201eDas Buch wurde sofort nach seinem Erscheinen als Standardwerk eingestuft, das umfassend das Verh\u00e4ltnis von Genie und Irrsinn behandle. &#8230; Urspr\u00fcnglich knapp 500 Seiten stark, wurde das Werk immer wieder neu aufgelegt und nachgedruckt. &#8230; Auch nach dem Tod des Autors erschienen immer neu bearbeitete Auflagen &#8230; bis zuletzt die 7.Auflage (1996) auf elf eigenst\u00e4ndige B\u00e4nde mit \u00fcber 3000 Seiten angewachsen war.\u201c<\/p>\n<p>\u00dcber den Inhalt des Buches schreibt Ehn: \u201eDie Arbeit entfaltet ein Panorama der Auff\u00e4lligkeiten und Abnormit\u00e4ten bekannter K\u00fcnstler, Wissenschaftler und Philosophen. Die Biographien lassen wiederum nur einen Schluss zu: Fast keiner der Gro\u00dfen der Wissenschaft, des Geistes und der Politik war seelisch v\u00f6llig gesund.\u201c<\/p>\n<p>Lange-Eichbaum kolportiert, verbreitet und festigt so den Mythos der N\u00e4he von Genie und Wahn. Auch Schachspieler hat er untersucht. Seine \u201eDiagnosen\u201c ruhen dabei allerdings auf mehr als t\u00f6nernen F\u00fc\u00dfen. Dazu Ehn: \u201eIm Kapitel \u00fcber Schach bildet das wegen seines reichhaltigen Quellenstudiums so hoch gelobte Werk die fast ausschlie\u00dflich benutzte Quelle [Jacques] Hannak.\u201c<\/p>\n<p>Nun gelten Hannaks Werke als notorisch unzuverl\u00e4ssig, denn f\u00fcr Drama, Pathos und Spannung opferte der Wiener Journalist bereitwillig Fakten und Wahrheit. Entsprechend vernichtend f\u00e4llt Ehns Urteil \u00fcber Lange-Eichbaums Werk aus:<\/p>\n<p>\u201eWilhelm Lange-Eichbaum als Soziologen und sein Werk als soziologische Arbeit zu bezeichnen &#8230; ist stark besch\u00f6nigend. Die Arbeiten &#8230; fu\u00dfen auf anthropologisch-psychiatrischen Theorien der damaligen Zeit, die mit soziologischen Ans\u00e4tzen angereichert sind. Die Pathologisierung von Personen, ihre vorschnelle Etikettierung, die Umschreibung von Biographien nach Krankheitsbildern ger\u00e4t zur als Wissenschaft verbr\u00e4mten Mythologisierung. &#8230; Es bleibt der bedenkliche Aspekt, dass die alten Genietheorien, die sich als Wissenschaft gerierten, au\u00dferhalb des Fachpublikums gro\u00dfe Verbreitung fanden und finden. Diese Pseudowissenschaft &#8230; beruhte auf zeitbedingten kruden Vorurteilen und bediente sich journalistisch-literarischer Quellen. Es waren und sind \u201apopul\u00e4rwissenschaftliche\u2019 B\u00fccher dieser Art, die die \u00f6ffentliche Meinung beeinflussen und pr\u00e4gen, und zum Thema Schach tun sie das bis heute. &#8230; Und obwohl Wilhelm Lange-Eichbaums Werke nur als Literatur verstanden werden k\u00f6nnen, und im Fall des Schachspiels als schlechte Literatur, werden seine Theorien und somit die Legende vom kranken Schachgenie auch im 21. Jahrhundert weiterleben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zur\u00fcck zum praktischen Schach<\/strong><\/p>\n<p>Das Seelenleben der Schachspieler ist eine Sache, aber gibt es auch so etwas wie verr\u00fccktes Schach? Mit dieser Frage besch\u00e4ftigt sich der rum\u00e4nische Gro\u00dfmeister und Autor Mihail Marin im neuesten KARL in seinem Artikel \u201eAus den Fugen\u201c, in dem er ungew\u00f6hnliche Motive und Kombinationen in Schachpartien betrachtet.<\/p>\n<p>Eines seiner Beispiele ist eine Partie zwischen Lajos Portisch und Mihail Tal aus dem Interzonenturnier Amsterdam 1964. Tal spielte die Er\u00f6ffnung optimistisch und gro\u00dfz\u00fcgig, was Portisch eine Gewinnstellung und betr\u00e4chtlichen Materialvorteil verschaffte, doch Tals irrationales Spiel schien ihn so zu verwirren, dass er die Partie nicht gewinnen konnte.<\/p>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-6a2cbedb9f86d-1\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Amsterdam Interzonal&quot;]\r\n[Site &quot;Amsterdam&quot;]\r\n[Date &quot;1964.05.21&quot;]\r\n[Round &quot;2&quot;]\r\n[White &quot;Portisch, Lajos&quot;]\r\n[Black &quot;Tal, Mihail&quot;]\r\n[Result &quot;1\/2-1\/2&quot;]\r\n[ECO &quot;E62&quot;]\r\n[PlyCount &quot;77&quot;]\r\n[EventDate &quot;1964.05.20&quot;]\r\n[EventType &quot;tourn&quot;]\r\n[EventRounds &quot;23&quot;]\r\n[EventCountry &quot;NED&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;1999.07.01&quot;]\r\n\r\n1. Nf3 Nf6 2. g3 d6 3. d4 g6 4. Bg2 Bg7 5. O-O O-O 6. c4 Bg4 7. Nc3 Qc8 8. Re1\r\nRe8 9. Qb3 Nc6 10. d5 Na5 11. Qa4 b6 12. Nd2 Bd7 13. Qc2 c6 14. b4 Nxc4 15.\r\nNxc4 cxd5 16. Na3 d4 17. Bxa8 Qxa8 18. Ncb5 Rc8 19. Qd1 Ne4 20. f3 a6 21. Nxd4\r\nQd5 22. Be3 Rc3 23. Ndc2 Qf5 24. g4 Qe6 25. Bd4 h5 26. Bxg7 hxg4 27. Nd4 Qd5\r\n28. fxe4 Qxe4 29. Nf3 Qe3+ 30. Kh1 Bc6 31. Rf1 Rxa3 32. Qc1 gxf3 33. Qxc6 Qxe2\r\n34. Rg1 Kxg7 35. Rae1 Qd2 36. Rd1 Qe2 37. Rde1 Qd2 38. Rd1 Qe2 39. Rde1 1\/2-1\/2<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-6a2cbedb9f86d-1\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Amsterdam Interzonal\\\"]\\r\\n[Site \\\"Amsterdam\\\"]\\r\\n[Date \\\"1964.05.21\\\"]\\r\\n[Round \\\"2\\\"]\\r\\n[White \\\"Portisch, Lajos\\\"]\\r\\n[Black \\\"Tal, Mihail\\\"]\\r\\n[Result \\\"1\\\/2-1\\\/2\\\"]\\r\\n[ECO \\\"E62\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"77\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1964.05.20\\\"]\\r\\n[EventType \\\"tourn\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"23\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"NED\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"1999.07.01\\\"]\\r\\n\\r\\n1. 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Kavalek spielte die Er\u00f6ffnung optimistisch und opferte seine Dame gegen nur eine Leichtfigur. Aber wie gegen Tal fand Portisch auch dieses Mal kein Rezept gegen das dynamische Spiel des Schwarzen.<\/p>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-6a2cbedb9f86d-2\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;Hoogovens&quot;]\r\n[Site &quot;Wijk aan Zee&quot;]\r\n[Date &quot;1975.01.27&quot;]\r\n[Round &quot;11&quot;]\r\n[White &quot;Portisch, Lajos&quot;]\r\n[Black &quot;Kavalek, Lubomir&quot;]\r\n[Result &quot;1\/2-1\/2&quot;]\r\n[ECO &quot;E80&quot;]\r\n[WhiteElo &quot;2635&quot;]\r\n[BlackElo &quot;2555&quot;]\r\n[PlyCount &quot;76&quot;]\r\n[EventDate &quot;1975.01.14&quot;]\r\n[EventType &quot;tourn&quot;]\r\n[EventRounds &quot;15&quot;]\r\n[EventCountry &quot;NED&quot;]\r\n[EventCategory &quot;12&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;1999.07.01&quot;]\r\n\r\n{Entdeckt habe ich diese Partie in einem meiner Lieblingsschachb\u00fccher, Jon\r\nSpeelmans &#8220;Best Chess Games 1970-80&#8221;. In seiner Einleitung schreibt Speelman: \r\n&#8220;Gelegentlich begegnet einem eine Partie, die so wundersam ist, dass es beinah\r\nkleinlich wirkt, sie allzu gr\u00fcndlich mit dem strengen Messer der Wahrheit zu\r\nuntersuchen. Die folgende Begegnung ist definitiv eine solche Partie! &#8230; \r\nDoch vermutlich kann man der schrecklichen &#8216;War das alles korrekt?&#8217; nicht\r\nentkommen. Und ich f\u00fcrchte, im harten und traurigen Licht des Tages lautet\r\ndie Antwort auf diese Frage wahrscheinlich &#8216;Nein!&#8217;. &#8230; Trotzdem ist dies eine\r\n\u00e4u\u00dferst bemerkenswerte Partie &#8211; beinahe einzigartig in der Geschichte des\r\nSchachs.&#8221;} 1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. f3 c6 6. Be3 a6 7. Bd3 {\r\nVorsichtiger war 7&#8230;Sbd7, womit Schwarz 8.e5 verhindert.} b5 8. e5 Nfd7 9. f4\r\nO-O 10. Nf3 Nb6 11. b3 N8d7 12. a4 bxc4 13. bxc4 c5 {Die Er\u00f6ffnung ist f\u00fcr\r\nSchwarz nicht gut gelaufen. Wenn er passiv spielt, wird er einfach erdr\u00fcckt.\r\nDeshalb sucht Kavalek sein Heil in Komplikationen.} 14. a5 cxd4 15. Nxd4 dxe5\r\n16. Nc6 Qe8 17. axb6 exf4 {Schwarz hat eine Figur weniger, aber der wei\u00dfe\r\nL\u00e4ufer auf e3 und der Springer auf c3 h\u00e4ngen. Auf 18.Ld4 folgt &#8230;e5 und\r\nSchwarz hat mehr als genug Kompensation und nach 18.Ld2 Sc5  19.Lc2 a5 gewinnt\r\nSchwarz die Figur vorteilhaft zur\u00fcck. Doch nach dem energischen Textzug des\r\nWei\u00df scheint das schwarze Konzept gescheitert zu sein.} 18. Nd5 {Droht 19.Sc7\r\nmit Damengewinn. Was soll Schwarz machen?} fxe3 $1 {Schwarz opfert die Dame.\r\nZwar bekommt er daf\u00fcr nur eine Leichtfigur zur\u00fcck, aber jede Menge aktives\r\nSpiel &#8211; au\u00dferdem wird sein Bauer auf e3 pl\u00f6tzlich sehr, sehr stark.} 19. Nc7\r\nBc3+ 20. Kf1 Bb7 21. Nxe8 Bxc6 22. Nc7 Rad8 {Die forcierten taktischen\r\nAbwicklungen sind vorbei und es ist Zeit f\u00fcr eine Bestandsaufnahme: Schwarz\r\nhat nur einen L\u00e4ufer und zwei Bauern f\u00fcr seine Dame bekommen, aber die\r\nwei\u00dfen Figuren stehen unkoordiniert und Wei\u00df hat Schwierigkeiten, sich zu\r\nentwickeln und seinen K\u00f6nig in Sicherheit zu bringen. Au\u00dferdem ist der\r\nL\u00e4ufer auf d3 gef\u00e4hrdet und auch der Springer auf c7 k\u00f6nnte leicht stranden.\r\nAber trotz dieser Schwierigkeiten sollte Wei\u00df besser, wenn nicht sogar auf\r\nGewinn stehen &#8211; denn eine Dame ist schlie\u00dflich eine Dame.} 23. Rc1 Bd2 24. Nd5\r\nBxd5 25. cxd5 Nxb6 {Wie gut die Kompensation des Schwarzen ist, zeigen die\r\nBewertungen der notorisch materialistischen Engines. Komodo 8 z. B. sieht\r\nWei\u00df nur mit 1.43 Bauerneinheiten im Vorteil &#8211; obwohl Wei\u00df eine Dame mehr\r\nhat.} 26. Rc5 Nxd5 27. g3 Rd6 28. Kg2 Rfd8 29. Rxd5 $6 {Wei\u00df wird ungeduldig\r\nund versucht mit diesem Qualit\u00e4tsopfer den gegnerischen Druck zu verringern.\r\nDoch Schwarz hat immer noch genug Gegenspiel.} ({Geduldiger und genauer war} \r\n29. Bc4 Nc3 30. Qb3 Rf6 31. Rf1 Rxf1 32. Kxf1 {und Schwarz gehen die Drohungen\r\naus.}) 29... Rxd5 30. Bc4 Rf5 31. Qb3 Rf2+ 32. Kh3 Rd6 33. Qb8+ Kg7 34. Qa7 g5\r\n$1 {Mit diesem Zug sichert Schwarz das Remis.} 35. Qxe7 g4+ 36. Kxg4 Rg6+ 37.\r\nKh3 Rh6+ 38. Kg4 Rg6+ 1\/2-1\/2<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-6a2cbedb9f86d-2\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"Hoogovens\\\"]\\r\\n[Site \\\"Wijk aan Zee\\\"]\\r\\n[Date \\\"1975.01.27\\\"]\\r\\n[Round \\\"11\\\"]\\r\\n[White \\\"Portisch, Lajos\\\"]\\r\\n[Black \\\"Kavalek, Lubomir\\\"]\\r\\n[Result \\\"1\\\/2-1\\\/2\\\"]\\r\\n[ECO \\\"E80\\\"]\\r\\n[WhiteElo \\\"2635\\\"]\\r\\n[BlackElo \\\"2555\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"76\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1975.01.14\\\"]\\r\\n[EventType \\\"tourn\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"15\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"NED\\\"]\\r\\n[EventCategory \\\"12\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"1999.07.01\\\"]\\r\\n\\r\\n{Entdeckt habe ich diese Partie in einem meiner Lieblingsschachb\\u00fccher, Jon\\r\\nSpeelmans &#8220;Best Chess Games 1970-80&#8221;. 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Nc7 Rad8 {Die forcierten taktischen\\r\\nAbwicklungen sind vorbei und es ist Zeit f\\u00fcr eine Bestandsaufnahme: Schwarz\\r\\nhat nur einen L\\u00e4ufer und zwei Bauern f\\u00fcr seine Dame bekommen, aber die\\r\\nwei\\u00dfen Figuren stehen unkoordiniert und Wei\\u00df hat Schwierigkeiten, sich zu\\r\\nentwickeln und seinen K\\u00f6nig in Sicherheit zu bringen. Au\\u00dferdem ist der\\r\\nL\\u00e4ufer auf d3 gef\\u00e4hrdet und auch der Springer auf c7 k\\u00f6nnte leicht stranden.\\r\\nAber trotz dieser Schwierigkeiten sollte Wei\\u00df besser, wenn nicht sogar auf\\r\\nGewinn stehen &#8211; denn eine Dame ist schlie\\u00dflich eine Dame.} 23. Rc1 Bd2 24. Nd5\\r\\nBxd5 25. cxd5 Nxb6 {Wie gut die Kompensation des Schwarzen ist, zeigen die\\r\\nBewertungen der notorisch materialistischen Engines. Komodo 8 z. B. sieht\\r\\nWei\\u00df nur mit 1.43 Bauerneinheiten im Vorteil &#8211; obwohl Wei\\u00df eine Dame mehr\\r\\nhat.} 26. Rc5 Nxd5 27. g3 Rd6 28. Kg2 Rfd8 29. Rxd5 $6 {Wei\\u00df wird ungeduldig\\r\\nund versucht mit diesem Qualit\\u00e4tsopfer den gegnerischen Druck zu verringern.\\r\\nDoch Schwarz hat immer noch genug Gegenspiel.} ({Geduldiger und genauer war} \\r\\n29. Bc4 Nc3 30. Qb3 Rf6 31. Rf1 Rxf1 32. Kxf1 {und Schwarz gehen die Drohungen\\r\\naus.}) 29... Rxd5 30. Bc4 Rf5 31. Qb3 Rf2+ 32. Kh3 Rd6 33. Qb8+ Kg7 34. Qa7 g5\\r\\n$1 {Mit diesem Zug sichert Schwarz das Remis.} 35. Qxe7 g4+ 36. Kxg4 Rg6+ 37.\\r\\nKh3 Rh6+ 38. Kg4 Rg6+ 1\\\/2-1\\\/2\",\"pieceSymbols\":\"localized\",\"navigationBoard\":\"scrollLeft\",\"showFlipButton\":true,\"showDownloadButton\":true,\"navigationBoardOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false},\"diagramOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false}});\n\t\t});\n\t<\/script>\n<\/div>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerAfter\"><\/p>\n\n<p>Zur <a href=\"http:\/\/karlonline.org\/home.htm\">KARL-Homepage<\/a><\/p>\n<div class='sfsi_Sicons' style='width: 100%; display: inline-block; vertical-align: middle; text-align:left'><div style='margin:0px 8px 0px 0px; line-height: 24px'><span><\/span><\/div><div class='sfsi_socialwpr'><div class='sf_subscrbe' style='text-align:left;vertical-align: middle;float:left;width:64px'><a href=\"http:\/\/www.specificfeeds.com\/widgets\/emailSubscribeEncFeed\/Q0FJU2IrL21rdElzb0J1Mnd4UWp5M2JZMHQ5YXBNTW01ZnhPcUtDWnpWVFVEcEgvdGwvUHQ3R2lnWTEyVjh2WmFlaE1KbEw2YnBuZ3hRMFFqNEZoQWgyNFlqRGZydzNJZEFYS3VPMjhCZVNHbFNuNU5qbXI1OGNjeW8zb1dXVlh8aDdxZGtDYTZTaTNPNTZZcENLZXhwbkF0bTlJWFpwWitxQTAwdHRkU3VOdz0=\/OA==\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/plugins\/ultimate-social-media-icons\/images\/follow_subscribe.png\" alt=\"error\" \/><\/a><\/div><div class='sf_fb' style='text-align:left;vertical-align: middle;width:98px'><div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2015\/12\/20\/karl-42015-genie-und-wahnsinn\/\" data-width=\"180\" data-send=\"false\" data-show-faces=\"false\"  data-action=\"like\" data-share=\"true\"data-layout=\"button\" ><\/div><\/div><div class='sf_twiter' style='text-align:left;float:left;vertical-align: middle;width:auto'><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" data-count=\"none\" class=\"sr-twitter-button twitter-share-button\" lang=\"en\" data-url=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2015\/12\/20\/karl-42015-genie-und-wahnsinn\/\" data-text=\"KARL 4\/2015: Genie und Wahnsinn\" ><\/a><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem erschien die letzte KARL-Ausgabe des Jahres 2015, Schwerpunkt \u201eGenie und Wahnsinn\u201c. 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