{"id":1016,"date":"2013-12-08T00:25:57","date_gmt":"2013-12-07T23:25:57","guid":{"rendered":"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/?p=1016"},"modified":"2017-04-15T16:51:57","modified_gmt":"2017-04-15T14:51:57","slug":"schachklassiker-starke-bauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2013\/12\/08\/schachklassiker-starke-bauern\/","title":{"rendered":"Schachklassiker: Starke Bauern"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1017\" alt=\"weisserbauer\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/120px-StauntonPawn2.jpg\" width=\"132\" height=\"225\" \/>Tja, die Bauern. Bekanntlich die schw\u00e4chsten Steine auf dem Brett. Sie sind langsam, schwerf\u00e4llig und werden gerne geopfert. Doch da es auf jeder Seite acht von ihnen gibt, besitzen sie viel Einfluss. Ihre Aufstellung und ihre Struktur gibt den Figuren Tempo und Richtung vor und geht auch nur ein Bauer verloren, kann das schon entscheidend sein. Au\u00dferdem hat niemand auf dem Brett so viel Potenzial wie die Bauern, denn schafft es einer von ihnen auf die letzte Reihe, verwandelt er sich in eine Figur seiner Wahl. Eine der sch\u00f6nsten Regeln im Schach. Sie sorgt f\u00fcr Spannung bis ins Endspiel hinein, hat zahllose Studien inspiriert und zu wunderbaren Partien gef\u00fchrt.<!--more Ein h\u00fcbscher Klassiker...--><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/64b36458b5ca4c91bb1d981aaa4f2462\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Eine der reizvollsten Freibauern-Partien der Schachgeschichte ist ein Klassiker aus dem 19. Jahrhundert. Fast k\u00f6nnte man meinen, dies sei die erste moderne Schachpartie, denn in seiner mehrb\u00e4ndigen Reihe \u00fcber seine Vorg\u00e4nger stellte Garry Kasparov diese Partie ganz an den Anfang und auch im 1998 erschienenen Mammoth\u2019s Book of <i>The World\u2019s Greatest Chess Games<\/i> von John Nunn, Graham Burgess und John Emms ist diese Partie die Nummer eins.<\/p>\n<p>Gespielt haben sie der Ire Alexander McDonnell und der Franzose Charles Mah\u00e9 de Labourdonnais 1834 in London.<\/p>\n\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerBefore\"><\/p>\n\n<div id=\"rpbchessboard-69e9f98ba711b-1\" class=\"rpbchessboard-chessgame\">\n\t<noscript>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-noJavascriptBlock\">[Event &quot;London m4&quot;]\r\n[Site &quot;London&quot;]\r\n[Date &quot;1834.??.??&quot;]\r\n[Round &quot;16&quot;]\r\n[White &quot;McDonnell, Alexander&quot;]\r\n[Black &quot;De Labourdonnais, Louis Charles Mahe&quot;]\r\n[Result &quot;0-1&quot;]\r\n[ECO &quot;B32&quot;]\r\n[Annotator &quot;Johannes Fischer&quot;]\r\n[PlyCount &quot;74&quot;]\r\n[EventDate &quot;1834.??.??&quot;]\r\n[EventType &quot;match&quot;]\r\n[EventRounds &quot;18&quot;]\r\n[EventCountry &quot;ENG&quot;]\r\n[Source &quot;ChessBase&quot;]\r\n[SourceDate &quot;2001.11.25&quot;]\r\n\r\n1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 e5 5. Nxc6 {Die Er\u00f6ffnungstheorie\r\nsteckte damals noch in den Kinderschuhen. Heute spielt Wei\u00df an dieser Stelle\r\nmeistens 5.Sb5 &#8211; denn der Textzug st\u00e4rkt die schwarzen Bauern.} bxc6 6. Bc4 Nf6\r\n7. Bg5 Be7 8. Qe2 d5 9. Bxf6 Bxf6 10. Bb3 O-O 11. O-O a5 12. exd5 cxd5 13. Rd1\r\nd4 14. c4 $2 {Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Partie wirkt dieser Zug\r\nungl\u00fccklich und wie ein schwerer Fehler. Wei\u00df schafft sich einen Freibauern\r\nauf der c-Linie, aber gibt Schwarz daf\u00fcr einen Freibauern auf der d-Linie, der\r\nsich als st\u00e4rker erweist. Aber Wei\u00df hatte wahrscheinlich gehofft, er kann die\r\nschwarzen Bauern blockieren und wollte seinen wei\u00dffeldrigen L\u00e4ufer aktivieren.}\r\nQb6 15. Bc2 Bb7 {Der Bauer ist nat\u00fcrlich tabu.} 16. Nd2 Rae8 17. Ne4 Bd8 18. c5\r\nQc6 19. f3 Be7 20. Rac1 f5 $1 {Sehr dynamisch gespielt. Schwarz gibt eine\r\nQualit\u00e4t, um seine starken Bauern zur Geltung zu bringen.} 21. Qc4+ Kh8 22. Ba4\r\nQh6 23. Bxe8 $6 ({Besser war laut Kasparov} 23. Nd6 {Er gibt danach folgende,\r\nlange und mit Computerunterst\u00fctzung gefundene Variante an:} Bxd6 24. Bxe8 Bc7\r\n25. c6 e4 26. cxb7 Qxh2+ 27. Kf1 exf3 28. gxf3 Bg3 29. Qxd4 Rxe8 30. Rc3 h5 31.\r\nf4 h4 32. b8=Q Rxb8 33. Rd2 Qh1+ 34. Ke2 Qe1+ 35. Kd3 Qf1+ 36. Kc2 Bxf4 37. Qf2\r\nQxf2 38. Rxf2 g5 39. Rxf4 gxf4 40. Rh3 Kg7 41. Rxh4 Rb4 {und Schwarz gewinnt\r\nim Endspiel.}) 23... fxe4 24. c6 exf3 {Pl\u00f6tzlich hat Schwarz drei Freibauern\r\nund Mattangriff.} 25. Rc2 ({Nach} 25. cxb7 Qe3+ 26. Kh1 fxg2+ 27. Kxg2 Rf2+ 28.\r\nKg1 Rc2+ 29. Kh1 Qf3+ 30. Kg1 Qg2# {wird Wei\u00df Matt gesetzt.}) 25... Qe3+ 26.\r\nKh1 Bc8 27. Bd7 f2 {Mit der Drohung 28&#8230;De1+ 30.Df1 Dxd1 31.Dxd1 f1D+.} 28.\r\nRf1 d3 29. Rc3 Bxd7 30. cxd7 ({Auf} 30. Rxd3 {gewinnt der starke Zwischenzug}\r\nBe6) 30... e4 {Schwarz deckt in aller Ruhe den angegriffenen Bauern. Gegen die\r\ndrei verbundenen Freibauern ist Wei\u00df machtlos.} 31. Qc8 Bd8 32. Qc4 ({\r\nComputerprogramme haben viel Spa\u00df mit den taktischen M\u00f6glichkeiten, die durch\r\ndie Freibauern und die schwachen Grundreihen von Wei\u00df und Schwarz entstehen, z.\r\nB.} 32. Qc5 Qxc5 33. Rxc5 e3 34. Re5 e2 35. Rxf2 Kg8 36. Re8 e1=Q+ 37. Rxe1\r\nRxf2 {und Schwarz gewinnt.}) 32... Qe1 33. Rc1 d2 34. Qc5 Rg8 35. Rd1 e3 36.\r\nQc3 Qxd1 {Die Kr\u00f6nung des beeindruckenden schwarzen Spiels.} 37. Rxd1 e2 {Dame\r\nund Turm sind machtlos gegen die schwarzen Freibauern. Wei\u00df gab auf.} 0-1<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"rpbchessboard-javascriptWarning\">\n\t\t\tSie m\u00fcssen JavaScript aktivieren, um die Notation zu verbessern.\t\t<\/div>\n\t<\/noscript>\n\t<div class=\"rpbchessboard-chessgameAnchor\"><\/div>\n\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\tjQuery(document).ready(function($) {\n\t\t\t\t\t\t$.chessgame.navigationButtonClass  = 'rpbchessboard-jQuery-enableSmoothness';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameClass   = 'wp-dialog';\n\t\t\t$.chessgame.navigationFrameOptions = {\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false};\n\t\t\tvar selector = '#' + \"rpbchessboard-69e9f98ba711b-1\" + ' .rpbchessboard-chessgameAnchor';\n\t\t\t$(selector).removeClass('rpbchessboard-chessgameAnchor').chessgame({\"pgn\":\"[Event \\\"London m4\\\"]\\r\\n[Site \\\"London\\\"]\\r\\n[Date \\\"1834.??.??\\\"]\\r\\n[Round \\\"16\\\"]\\r\\n[White \\\"McDonnell, Alexander\\\"]\\r\\n[Black \\\"De Labourdonnais, Louis Charles Mahe\\\"]\\r\\n[Result \\\"0-1\\\"]\\r\\n[ECO \\\"B32\\\"]\\r\\n[Annotator \\\"Johannes Fischer\\\"]\\r\\n[PlyCount \\\"74\\\"]\\r\\n[EventDate \\\"1834.??.??\\\"]\\r\\n[EventType \\\"match\\\"]\\r\\n[EventRounds \\\"18\\\"]\\r\\n[EventCountry \\\"ENG\\\"]\\r\\n[Source \\\"ChessBase\\\"]\\r\\n[SourceDate \\\"2001.11.25\\\"]\\r\\n\\r\\n1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 e5 5. Nxc6 {Die Er\\u00f6ffnungstheorie\\r\\nsteckte damals noch in den Kinderschuhen. Heute spielt Wei\\u00df an dieser Stelle\\r\\nmeistens 5.Sb5 &#8211; denn der Textzug st\\u00e4rkt die schwarzen Bauern.} bxc6 6. Bc4 Nf6\\r\\n7. Bg5 Be7 8. Qe2 d5 9. Bxf6 Bxf6 10. Bb3 O-O 11. O-O a5 12. exd5 cxd5 13. Rd1\\r\\nd4 14. c4 $2 {Mit Blick auf den weiteren Verlauf der Partie wirkt dieser Zug\\r\\nungl\\u00fccklich und wie ein schwerer Fehler. Wei\\u00df schafft sich einen Freibauern\\r\\nauf der c-Linie, aber gibt Schwarz daf\\u00fcr einen Freibauern auf der d-Linie, der\\r\\nsich als st\\u00e4rker erweist. Aber Wei\\u00df hatte wahrscheinlich gehofft, er kann die\\r\\nschwarzen Bauern blockieren und wollte seinen wei\\u00dffeldrigen L\\u00e4ufer aktivieren.}\\r\\nQb6 15. Bc2 Bb7 {Der Bauer ist nat\\u00fcrlich tabu.} 16. Nd2 Rae8 17. Ne4 Bd8 18. c5\\r\\nQc6 19. f3 Be7 20. Rac1 f5 $1 {Sehr dynamisch gespielt. Schwarz gibt eine\\r\\nQualit\\u00e4t, um seine starken Bauern zur Geltung zu bringen.} 21. Qc4+ Kh8 22. Ba4\\r\\nQh6 23. Bxe8 $6 ({Besser war laut Kasparov} 23. Nd6 {Er gibt danach folgende,\\r\\nlange und mit Computerunterst\\u00fctzung gefundene Variante an:} Bxd6 24. Bxe8 Bc7\\r\\n25. c6 e4 26. cxb7 Qxh2+ 27. Kf1 exf3 28. gxf3 Bg3 29. Qxd4 Rxe8 30. Rc3 h5 31.\\r\\nf4 h4 32. b8=Q Rxb8 33. Rd2 Qh1+ 34. Ke2 Qe1+ 35. Kd3 Qf1+ 36. Kc2 Bxf4 37. Qf2\\r\\nQxf2 38. Rxf2 g5 39. Rxf4 gxf4 40. Rh3 Kg7 41. Rxh4 Rb4 {und Schwarz gewinnt\\r\\nim Endspiel.}) 23... fxe4 24. c6 exf3 {Pl\\u00f6tzlich hat Schwarz drei Freibauern\\r\\nund Mattangriff.} 25. Rc2 ({Nach} 25. cxb7 Qe3+ 26. Kh1 fxg2+ 27. Kxg2 Rf2+ 28.\\r\\nKg1 Rc2+ 29. Kh1 Qf3+ 30. Kg1 Qg2# {wird Wei\\u00df Matt gesetzt.}) 25... Qe3+ 26.\\r\\nKh1 Bc8 27. Bd7 f2 {Mit der Drohung 28&#8230;De1+ 30.Df1 Dxd1 31.Dxd1 f1D+.} 28.\\r\\nRf1 d3 29. Rc3 Bxd7 30. cxd7 ({Auf} 30. Rxd3 {gewinnt der starke Zwischenzug}\\r\\nBe6) 30... e4 {Schwarz deckt in aller Ruhe den angegriffenen Bauern. Gegen die\\r\\ndrei verbundenen Freibauern ist Wei\\u00df machtlos.} 31. Qc8 Bd8 32. Qc4 ({\\r\\nComputerprogramme haben viel Spa\\u00df mit den taktischen M\\u00f6glichkeiten, die durch\\r\\ndie Freibauern und die schwachen Grundreihen von Wei\\u00df und Schwarz entstehen, z.\\r\\nB.} 32. Qc5 Qxc5 33. Rxc5 e3 34. Re5 e2 35. Rxf2 Kg8 36. Re8 e1=Q+ 37. Rxe1\\r\\nRxf2 {und Schwarz gewinnt.}) 32... Qe1 33. Rc1 d2 34. Qc5 Rg8 35. Rd1 e3 36.\\r\\nQc3 Qxd1 {Die Kr\\u00f6nung des beeindruckenden schwarzen Spiels.} 37. Rxd1 e2 {Dame\\r\\nund Turm sind machtlos gegen die schwarzen Freibauern. Wei\\u00df gab auf.} 0-1\",\"pieceSymbols\":\"localized\",\"navigationBoard\":\"scrollLeft\",\"showFlipButton\":true,\"showDownloadButton\":true,\"navigationBoardOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false},\"diagramOptions\":{\"squareSize\":40,\"showCoordinates\":true,\"colorset\":\"original\",\"pieceset\":\"cburnett\",\"animationSpeed\":200,\"showMoveArrow\":false}});\n\t\t});\n\t<\/script>\n<\/div>\n\n<p class=\"rpbchessboard-spacerAfter\"><\/p>\n\n<p>Wirklich eine bemerkenswerte Schlussstellung. Immer, wenn ich sie sehe, bin ich erstaunt, dass sie in einer praktischen Partie aufs Brett gekommen ist und nicht durch F\u00e4lschung, Analyse oder Studie.<\/p>\n<p><b>Noch ein paar historische Informationen<\/b><\/p>\n<p><b>Alexander McDonnell<\/b>, der Anfang des 19. Jahrhunderts als einer der st\u00e4rksten Spieler der Welt galt, wurde am 22. Mai 1798 im irischen Belfast geboren und starb am 14. September 1835 in London. Wie Kenneth Whyld und David Hooper im <i>Oxford Companion to Chess<\/i> berichten, war McDonnell \u201eSohn eines Arztes, verbrachte ein paar Jahre in Westindien und arbeitete sp\u00e4ter als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Komitees Westindischer Kaufleute in London\u201c. \u00dcber McDonnells Schach hei\u00dft es im <i>Oxford Companion<\/i>: \u201eMcDonnells Kombinationsspiel war gelegentlich brillant, aber sein Spiel in der Er\u00f6ffnung \u2026 und seine Technik waren schw\u00e4cher. (\u2026) W\u00e4hrend Bourdonnais schnell und mit Leichtigkeit spielte, dachte McDonnell lange \u00fcber seine Z\u00fcge nach und war am Ende einer Partie oft ersch\u00f6pft (\u2026). Seine Zeitgenossen glaubten, dass diese langen Phasen der Anspannung seinen durch ein Nierenleiden verursachten Tod beschleunigt haben. Seine Partien galten als die besten bis dahin je gespielten und wurden zun\u00e4chst in England ver\u00f6ffentlicht, wo sie das Interesse am Schach stark angeregt haben.\u201c<\/p>\n<p>McDonnells gro\u00dfer Rivale war der Franzose <b>Louis-Charles Mah\u00e9 de Labourdonnais<\/b>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1018\" alt=\"220px-Louisdelabourdonnais\" src=\"http:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/220px-Louisdelabourdonnais.jpg\" width=\"220\" height=\"259\" \/><br \/>\nLouis-Charles Mah\u00e9 de Labourdonnais (<em>Foto: Wikipedia<\/em>)<\/p>\n<p>Labourdonnais wurde 1795 auf der Insel R\u00e9union geboren, wo sein Gro\u00dfvater Gouverneur gewesen war, und starb am 13. Dezember 1840 in London. Schach lernte Labourdonnais 1814 in Paris, wohin ihn seine Familie geschickt hatte, damit er dort zur Schule gehen konnte. Schon bald wurde das Schach Labourdonnais\u2019 gro\u00dfe Leidenschaft und er verbrachte Tage und N\u00e4chte im ber\u00fchmten Pariser Caf\u00e9 de la R\u00e9gence und verdiente sein Geld mit dem Schachspielen. Mitte der 1820er Jahre hatte er alle bedeutenden Spieler in Frankreich und England geschlagen und galt als der beste Spieler der Welt.<\/p>\n<p>Die Wettkampfserie mit McDonnell, die 1834 stattfand und in der auch die obige Partie gespielt wurde, wird deshalb gerne als \u201einoffizielle Weltmeisterschaft\u201c bezeichnet. Von Juni bis Oktober 1834 spielten die beiden im Londoner Westminster Club in sechs Wettk\u00e4mpfen insgesamt 85 Partien gegeneinander. Labourdonnais gewann dieses Marathonduell am Ende mit 45 Siegen, 27 Niederlagen und 13 Remis.<\/p>\n<p>1836 gr\u00fcndete Labourdonnais <i>Le Palam\u00e8de<\/i>, die erste Schachzeitschrift der Welt, doch dann traf ihn eine Reihe von Schicksalsschl\u00e4gen. 1838 bekam er einen Schlaganfall, sp\u00e4ter erkrankte er zudem an Wassersucht. Ein Jahr sp\u00e4ter verlor Labourdonnais seinen Posten als Sekret\u00e4r des Pariser Schachklubs, der aufgel\u00f6st wurde. Das famili\u00e4re Verm\u00f6gen hatte Labourdonnais bereits Anfang der 1830er Jahre aufgebraucht und verspekuliert und nach dem Verlust seines Einkommens geriet er in bittere Armut.<\/p>\n<p>Im November 1840 reiste er noch einmal nach London, um im Simpson\u2019s Divan gegen Geld \u00f6ffentliche Vorgabepartien zu spielen, doch nur einen Monat erlag er seiner Krankheit. Wie sein Rivale Alexander McDonnell wurde Labourdonnais auf dem Friedhof Kensal Green begraben.<\/p>\n<div class='sfsi_Sicons' style='width: 100%; display: inline-block; vertical-align: middle; text-align:left'><div style='margin:0px 8px 0px 0px; line-height: 24px'><span><\/span><\/div><div class='sfsi_socialwpr'><div class='sf_subscrbe' style='text-align:left;vertical-align: middle;float:left;width:64px'><a href=\"http:\/\/www.specificfeeds.com\/widgets\/emailSubscribeEncFeed\/Q0FJU2IrL21rdElzb0J1Mnd4UWp5M2JZMHQ5YXBNTW01ZnhPcUtDWnpWVFVEcEgvdGwvUHQ3R2lnWTEyVjh2WmFlaE1KbEw2YnBuZ3hRMFFqNEZoQWgyNFlqRGZydzNJZEFYS3VPMjhCZVNHbFNuNU5qbXI1OGNjeW8zb1dXVlh8aDdxZGtDYTZTaTNPNTZZcENLZXhwbkF0bTlJWFpwWitxQTAwdHRkU3VOdz0=\/OA==\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-content\/plugins\/ultimate-social-media-icons\/images\/follow_subscribe.png\" alt=\"error\" \/><\/a><\/div><div class='sf_fb' style='text-align:left;vertical-align: middle;width:98px'><div class=\"fb-like\" data-href=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2013\/12\/08\/schachklassiker-starke-bauern\/\" data-width=\"180\" data-send=\"false\" data-show-faces=\"false\"  data-action=\"like\" data-share=\"true\"data-layout=\"button\" ><\/div><\/div><div class='sf_twiter' style='text-align:left;float:left;vertical-align: middle;width:auto'><a href=\"http:\/\/twitter.com\/share\" data-count=\"none\" class=\"sr-twitter-button twitter-share-button\" lang=\"en\" data-url=\"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/2013\/12\/08\/schachklassiker-starke-bauern\/\" data-text=\"Schachklassiker: Starke Bauern\" ><\/a><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, die Bauern. Bekanntlich die schw\u00e4chsten Steine auf dem Brett. Sie sind langsam, schwerf\u00e4llig und werden gerne geopfert. Doch da es auf jeder Seite acht von ihnen gibt, besitzen sie&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[118,117,116,115],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1016"}],"collection":[{"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1016"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2067,"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1016\/revisions\/2067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/johannes-fischer.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}